Auszeichnung für Katholische Sozialakademie
Wien, 28.6.07 (KAP) Der Lehrgang "Wirtschaft-Politik-Zivilgesellschaft. Entwicklungsraum sozialer Verantwortung" der Katholischen Sozialakademie Österreich (ksoe) wurde mit einem Innovationspreis des "Forums Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich" ausgezeichnet. Die ksoe reüssierte in der Kategorie "Zukunft im Rückspiegel", in der bereits erfolgreich abgeschlossene Projekte prämiert werden, die beispielgebend in Inhalt, Form und Durchführung sind, heißt es in einer Mitteilung des "Forums". Zum zweiten Mal wurden in der Kategorie "Neues wagen" Projekte ausgezeichnet, die in Planung bzw. noch nicht beendet sind; hier gewann das "Interkulturelle Frauennetzwerk Oststeiermark". Die Gewinner nahmen die mit je 3.300 Euro dotierten Preise beim Sommerfest des "Forums" entgegen.
Die Idee hinter dem ksoe-Lehrgang "Wirtschaft-Politik-Zivilgesellschaft" sei die Schaffung eines Entwicklungsraums für soziale Verantwortung, in dem gemeinsames Lernen von Personen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft ermöglicht wird, sagte ksoe-Direktor Markus Schlagnitweit bei der Preisverleihung. Der ksoe- Lehrgang wurde erstmals von 2004 bis 2006 durchgeführt, derzeit läuft die zweite Auflage. Kooperationspartner sind das Kardinal-König-Haus, die politischen Akademien von SPÖ, ÖVP und Grünen, das Netzwerk soziale Verantwortung (NESOVE), "respACT Austria" sowie verschiedene NGOs wie "attac", "Greenpeace" und die Südwind-Agentur. Insgesamt haben 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den ersten Lehrgang absolviert. Sie erwarben Kompetenzen in Bereichen wie Lobbying, Konfliktmanagement, Ökonomie, Politik, zivilgesellschaftliches Handeln oder Sozialethik.
Das Siegerprojekt in der Kategorie "Neues wagen", das "Interkulturelle Frauennetzwerk Oststeiermark", greift den dringenden Bedarf an beruflichen und sozialen Integrationsangeboten für Migrantinnen in dieser Region auf. Den Betroffenen soll der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert werden, aber auch Beiträge zum wechselseitigen Verständnis und zum sozialen Frieden sollen geleistet werden. Das Projekt, das vom Sommer 2007 bis Sommer 2010 dauern wird, sieht zunächst eine repräsentative Erhebung bei 135 Migrantinnen und 15 Multiplikatorinnen vor, dann sollen Maßnahmen zur beruflichen und sozialen Integration folgen. "Dem Projekt wird auf Grund seiner maßgeschneiderten Bildungsangebote eine außergewöhnliche nachhaltige Wirkung zugetraut", begründete Franz Bittner, Geschäftsführer des "Forums Katholischer Erwachsenenbildung", die Auszeichnung.