Wien: Schönstatt-Bewegung feierte Jubiläum
Wien, 2.7.07 (KAP) Die Schönstatt-Bewegung ist seit 25 Jahren auf dem Wiener Kahlenberg präsent: Das Jubiläum des versteckten Kapellchens auf der Sulzwiese war am Wochenende Anlass für ein Fest mit zahlreichen Gläubigen, die der katholischen Erneuerungsbewegung verbunden sind. Die Kapelle diene seit einem Vierteljahrhundert als Raststätte, Platz der Stille und des Nachdenkens und auch als Marien-Wallfahrtsort und zählt zu den Geheimtipps unter Wiens sakralen Sehenswürdigkeiten. Auch viele weniger religiöse Menschen suchen hier Kraft und Ruhe: Mountainbiker und Wanderer kehrten bei den Marienschwestern ein, die das katholische Bildungshaus nebenan betreuen. In der "Akademie für Familienpädagogik" der Schönstatt-Bewegung werden Ehetrainer ausgebildet und Familien können in Workshops Kompetenzen für ein besseres Miteinander erwerben.
Das Kapellchen ist Teil des österreichischen Zentrums der internationalen katholischen Schönstatt-Bewegung - und eines von knapp 200 ident aussehenden Schönstatt-"Heiligtümern" auf der ganzen Welt - von Buenos Aires bis Bangalore. Es ist eine Nachbildung des "Urheiligtums" in Schönstatt bei Koblenz am Rhein und Ausdruck der inneren Einheit der weltweit (heute vor allem in Lateinamerika) verbreiteten Bewegung.
Die Schönstattbewegung entstand 1914 unter dem Eindruck des Ersten Weltkrieges. Das Ziel des Gründers Josef Kentenich (1885-1968) war es, der Kirche und dem Glauben der Christen ein neues, zeitgemäßes Gesicht zu geben. Heute gibt es über 20 unterschiedliche Gemeinschaften unter dem Dacg der Schönstatt-Bewegung: Jugendliche und Erwachsene, Frauen und Männer, Alleinstehende und Familien, Priester und Laien. In Österreich ist besonders die Familienbewegung stark vertreten.