Neue Generalleiterin der "Caritas Socialis" gewählt
Die Schwesterngemeinschaft "Caritas Socialis" (CS) hat eine neue Generalleiterin: Bei der Generalversammlung in Laab im Walde wurde Sr. Maria Judith Tappeiner in diese Funktion gewählt. Sr. Maria Judith Tappeiner stammt aus Südtirol, sie ist Theologin und war bisher als Krankenseelsorgerin in Innsbruck tätig.
Bei der Generalversammlung stellten die Mitglieder aus Österreich, Italien, Deutschland und Brasilien die Weichen für den Apostolats- und Gemeinschaftsauftrag der nächsten sechs Jahre. Die Generalversammlung wurde von P. Alois Riedlsperger SJ geistlich begleitet. Breiten Raum nahm die Schilderung des Wirkens der "Caritas Socialis" in Brasilien seit 1967 ein.
Die "Caritas Socialis" (CS) wurde 1919 von Hildegard Burjan (1883-1933) als geistliche Schwesterngemeinschaft mit dem Auftrag gegründet, soziale Not zu lindern. Die Werke der CS gliedern sich in Einrichtungen der Schwesterngemeinschaft (CS-Beratungsdienste, Wohnheim für Mutter und Kind) und der Privatstiftung "Caritas Socialis" (ambulante, teilstationäre und stationäre Pflege- und Betreuungsdienste, Kindergärten und Horte). CS-Schwestern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wirken in den CS-Werken zusammen und tragen gemeinsam die Verantwortung. Auch "Ehrenamtliche" unterstützen die "Caritas Socialis".
Die Generalversammlung stand auch im Zeichen der bevorstehenden Seligsprechung Hildegard Burjans, die kürzlich durch die Veröffentlichung des vatikanischen Dekrets über den "heroischen Tugendgrad" einen entscheidenden Schritt näher gerückt ist. Die Politikerin und Familienmutter Hildegard Burjan, eine Konvertitin aus dem Judentum, setzte sich in ihrer Zeit für die Gleichberechtigung der Frau und die Bekämpfung der Kinderarbeit ein. Als erste und einzige Frau zog sie 1919 für die christlich-soziale Partei in den österreichischen Nationalrat ein.