Diözese St. Pölten startet neue "Aufbruchskampagne"
St. Pölten, 10.8.07 (KAP) Unter dem Motto "Wer glaubt, ist nie allein" hat die Diözese St. Pölten eine neue "Aufbruchskampagne" gestartet. Rund 900 Großplakate, 130 "City-Lights", Anzeigen in den "Niederösterreichischen Nachrichten" (NÖN) und eine Reihe von Straßentransparenten sollen den Menschen die zentrale christliche Botschaft, dass Gott sie liebt und sich ihnen zuwendet, in Erinnerung rufen, so Diözesanbischof Klaus Küng. Man wolle "Gottes Botschaft dort verkünden, wo die Menschen Tag für Tag sind, wo sie die Nachrichten und Botschaften leicht sehen, aufnehmen und verstehen können", sagte der Bischof bei der Präsentation der Kampagne: "Mit dieser Kampagne versuchen wir, Gott direkt in den Alltag der Menschen zu bringen. Jeder soll spüren, dass Gott immer nahe ist".
Die Texte sollen aber nicht nur ein Anstoß sein, sich wieder Gedanken über die eigenen Gottesbeziehung zu machen, sie verweisen auch auf die Website www.nieallein.at. Auf der Website sind die vielfältigen Beratungs-, Hilfs- und Veranstaltungsangebote der Diözese St. Pölten kompakt und nach Kategorien geordnet zusammengefasst und für jedermann zugänglich. Wie Bischof Küng betonte, müsse die Kirche sowohl die spirituellen als auch materiellen Bedürfnisse der Menschen wahrnehmen und zeitgemäße Antworten anbieten.
Ausdrücklich wies der Bischof darauf hin, dass es sich bei der Kampagne um keine Kirchenwerbung handle, es sei auch nicht möglich, den Erfolg oder Misserfolg einer solchen Aktion an den Kirchenein-oder Austrittszahlen zu messen. Die Erfahrungen der letztjährigen Kampagne hätten die Verantwortlichen aber positiv gestimmt. Küng: "Bei vielen Pfarrbesuchen bin ich von den Menschen auf die Kampagne angesprochen worden. Überwiegend waren es sehr positive Rückmeldungen".
Die Plakate sind bis Mitte September im gesamten Raum der Diözese St. Pölten placiert. Besonders stark sind die Slogans auf den Straßen nach Mariazell präsent. Nicht zuletzt greife die Kampagne ja auch die Botschaft von Papst Benedikt XVI. auf, so Bischof Küng. Der Papst habe schon bei seiner Amtsübernahme im April 2005 gesagt: "Wer glaubt, ist nie allein".
Zur allgemeinen Situation in der Diözese St. Pölten sagte der Bischof, dass man auf einem guten Weg sei. Derzeit wird gerade am neuen Pastoralkonzept der Diözese gearbeite, er erlebe in diesem Zusammenhang sehr viel positives Interesse der Gläubigen. Als große Anliegen bezeichnete Küng die mystische Dimension der Kirche sowie den Einsatz für Familien und Kinder.
Kirche in Bewegung
Sehr positiv zur Kampagne äußerte sich im Rahmen der Pressekonferenz auch der zweite Nationalratspräsident Michael Spindelegger. Die Botschaft "Wer glaubt, ist nie allein" sei gerade in einer Zeit der zunehmenden Vereinsamung und Individualisierung umso wichtiger. Der Staat könne niemals jene persönliche Zuwendung ersetzen, bei der die Kirche ihre große Stärke habe. Zudem freue er sich, so Spindelegger, "dass die Kirche wieder stark in Bewegung ist und sich den Bürgern auch wieder auf ungewöhnliche Weise nähert".
Bernhard Augustin, Projektleiter der Kampagne, bezifferte den Gegenwert der Kampagne mit mehr als 550.000 Euro. Dank der Unterstützung zahlreicher Partner fallen für die Diözese St. Pölten aber keine Kosten an. Gestaltet wurde diese Kampagne von der Werbeagentur "Cayenne"; Sponsoren sind "Raiffeisen"-Niederösterreich-Wien, "epamedia", "Niederösterreichischen Versicherung", "Alpenland", "Sparkasse NÖ Mitte-West" sowie die Druckerei "Gerin".
1.000 Schüler beteiligten sich
Die aktuelle Kampagne ist die Fortsetzung der Kampagne aus dem Vorjahr. Im März und April 2006 waren rund 500 Werbeflächen zur Verfügung gestanden. Begleitend wurde auch ein Schülerwettbewerb durchgeführt. Schülerinnen und Schüler der Schulen auf dem Gebiet der Diözese St. Pölten waren eingeladen, sich Gedanken zu machen, wie Gott im Alltag zur Sprache gebracht werden kann. Mehr als 50 Schulen und etwa 1.000 Schülerinnen und Schüler beteiligten sich damals an diesem Wettbewerb.