Neue Entwicklungsbank: "Kein Freudentag für die EZA"
Wien, 21.8.07 (KAP) Die Ankündigung der Gründung einer österreichischen Entwicklungsbank ist bei der Caritas auf Skepsis gestoßen. "Die geplante nationale Entwicklungsbank ist ein Instrument der österreichischen Außenhandelspolitik. Einen Freudentag für die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) bedeutet das nicht", sagte Caritas-Auslandshilfechef Christoph Petrik-Schweifer nach den jüngsten Ankündigungen von Wirtschaftskammerchef Christoph Leitl und Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter beim "Forum Alpbach", dass die neue Bank vor der Gründung stehe.
Denn bei der geplanten Entwicklungsbank gehe es mehr um die Entwicklung heimischer Unternehmen, was auch legitim sei, als um die Entwicklung der Länder des "Südens", stellte der Caritas-Experte fest. Wörtlich meinte Petrik-Schweifer: "Für die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt ist es viel wichtiger, ob die Regierung endlich konkrete und beherzte Schritte unternimmt, um die Mittel für Entwicklungshilfe auf 0,51 Prozent und in Folge auf 0,7 Prozent des Bruttonationalprodukts zu erhöhen, als ob die Entwicklungsbank mit 1. Jänner 2008 startet oder nicht".