Lopatka betont Bedeutung der Kirche für den Sport
Wien, 23.8.07 (KAP) Die Bedeutung der Kirche für den Sport hat Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka hervorgehoben. Lopatka äußerte sich am Mittwoch bei seinem Besuch in der Wiener diözesanen Sportanlage "Marswiese" im 17. Bezirk, wo er vom Obmann des Sportzentrums, Franz Ivan, durch die Anlage geführt wurde.
Lopatka betonte, dass die Kirche ihr Engagement bei Sportveranstaltungen noch verstärken sollte. Eine besonders wichtige Rolle komme ihr etwa im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft 2008 (EU 08) zu, die im kommenden Juni in Österreich (und der Schweiz) ausgetragen wird, und zu der Hunderttausende Besucher aus ganz Europa erwartet werden. Darunter seien sicher viele, die geistliche Begleitung wünschen, so Lopatka.
Eine große Aufgabe sieht der Sport-Staatssekretär auch darin, ethische Aspekte im Sport vehement zu vertreten. Die jüngsten Dopingskandale hätten einmal mehr die negativen Auswüchse des "Siegenwollens um jeden Preis" vor Augen geführt. Die Kirche müsse darauf hinweisen, "dass der Sport dem Menschen dienen soll", jeder Betrug sei abzulehnen. Lopatka beklagte, dass Doping inzwischen auch schon im Breitensport vermehrt anzutreffen sei.
Ein wesentlicher Aspekt des Sports, der sich auch mit kirchlichen Zielen deckt, sei die Integration. Gerade durch sportliche Betätigung sei es möglich, Einwanderer in die Gesellschaft zu integrieren, sagte der Sport-Staatssekretär, der selbst Theologie studiert hat. Insofern begrüßte es Lopatka auch, dass die Einrichtungen auf der "Marswiese" auch von vielen Sportlern mit Migrationshintergrund benützt werden.
Das Sportzentrum "Marswiese" bietet ein Fußballfeld, eine Leichtatlethikanlage, zahlreiche Tennisplätze im Freien sowie in der Halle und eine große Mehrzweckhalle für verschiedenste Sportarten. Neben Tennis- und Fußballcamps für Kinder und Jugendliche gibt es u.a. auch regelmäßige Kurse für Nordic Walking oder Aerobic. Nicht zuletzt erfreuen sich auch die Priestersporttage großer Beliebtheit.