"Schulbeginn für arme Familien oft ernsthaftes Problem"
Wien, 30.8.07 (KAP) Der nahe Schulbeginn kann für Familien, die ohnehin jeden Euro zwei mal umdrehen müssen, zum ernsthaften Problem werden, betonte Caritas-Präsident Franz Küberl am Donnerstag: "Vor allem der Schulanfang, aber auch die laufenden Kosten für Schulsachen und andere schulbezogene Ausgaben während das Jahres lasten schwer auf dem Budget armer Familien".
113.000 Kinder müssten in Österreich - oftmals unbemerkt von ihrer Umgebung - in Armut leben, erinnerte Küberl. Damit auch Mädchen und Burschen aus sozial benachteiligten Familien in Österreich eine Chance auf Bildung haben, habe "Philips"-Austria gemeinsam mit der Caritas im September 2003 den "Philips"-Schülerfonds gegründet. Weil die mit Not oftmals verbundenen Scham- und Stressgefühle auch krank machen können und Kinder aus benachteiligten Familien häufig auch ungesund leben, werden ab heuer auch gesundheitsfördernde Maßnahmen (gesunde Ernährung, Zahnspangen...) in die Leistungen des Fonds einbezogen.
"Eine materiell möglichst sorgenfreie Schulzeit erleichtert den Weg in eine erfolgreiche Zukunft und ein gutes Leben", begründete Peter Kamm, Generaldirektor von "Philips"-Austria, das Engagement seines Unternehmens. Bildung sei eine wichtige Basis für ein erfolgreiches Leben und ein Hebel, um aus der Armut zu kommen. "Da wollen wir helfen, so gut wir können", so Kamm.
"Philips" packt auch heuer in Österreich wieder 70.000 Euro in die "Schultüten". Zusätzliche Mittel werden etwa aus diversen Aktionen mit weiteren Unternehmen sowie der Einbindung von "Philips"-Mitarbeitern und Geschäftspartnern gewonnen. Die Caritas übernimmt die Abwicklung des Fonds über ihre österreichweiten Sozialberatungsstellen.
Seit dem Start im September 2003 konnte die Caritas aus diesen Mitteln insgesamt rund 6.800 Kindern mit Geld für Schulmaterial, Kleidung, Nachhilfestunden, Zuschüssen zu Schulskikursen usw. helfen. Zur finanziellen Unterstützung kommt der "Philips"-Zukunftsvoucher, der jedem unterstützten Kind auch später Hilfe etwa beim Finden einer Lehrstelle, eines Ferialjobs oder beim Erstellen einer Diplomarbeit anbietet.
Der "Philips"-Schülerfonds der Caritas verhilft bereits vielen Pflichtschulkindern zu einer besseren Zukunft. Dennoch wäre mindestens das Doppelte an Mitteln vonnöten, um allen, die sich an die Caritas wenden, die nötigen Starthilfen gewähren zu können. Caritas-Präsident Franz Küberl bittet deshalb auch die Österreicherinnen und Österreicher um ihre Mithilfe: "Bitte, helfen Sie uns helfen!" (Spenden: Kto. Nr. 7.700.004, BLZ 60.000, Kennwort: "Philips"-Schülerfonds der Caritas).