Bischof Iby betont Bedeutung des Sonntags
Budapest-Eisenstadt, 3.9.07 (KAP) Die Bedeutung des Sonntags stellte der Eisenstädter Diözesanbischof Paul Iby bei der diesjährigen "Burgenländischen Arbeiterwallfahrt" in den Mittelpunkt. Ziel der Wallfahrt, an der rund 1.000 Gläubige teilnahmen, war die südungarische Bischofsstadt Pecs (Fünfkirchen), deren Wurzeln in die römische Antike zurückreichen. "Der Sonntag ist für die Christen ein heiliger Tag", sagte Iby beim Festgottesdienst in der Peter-Paul-Kathedrale in Pecs: "Jeden Sonntag feiern rund eine Million Katholiken in Österreich die Heilige Messe mit". Auch der Bischof von Pecs, Mihaly Mayer, erinnerte daran, dass Europa "nicht allein der Euro" sein kann. Er brachte zugleich seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die burgenländischen Arbeiter Pecs mit seinen vielen christlichen Denkmalen als Ziel ihrer Wallfahrt gewählt hatten: "Sie geben damit ein Zeichen für den Glauben in der Arbeiterschaft sowie dafür, dass wir in Europa die christlichen Werte vertreten müssen".
Die Feier des Sonntags helfe zu verhindern, dass der Lebensrhythmus der Menschen immer mehr den Maschinen angeglichen wird, sagte Iby. Vielmehr gelte es, "die Kultur der Gemeinschaft durch den gemeinsamen Ruhetag als Schutz des arbeitenden Menschen, als Symbol der Freiheit und Tag des christlichen Gottesdienstes zu pflegen". Auf kirchliche Initiative sei es gelungen, in Österreich eine "Allianz für den Sonntag" ins Leben zu rufen. Diese Allianz fordere u.a., dass die Sonn- und Feiertagsruhe in Österreich - auf Bundes- und Landesebene - verfassungsrechtlich verankert wird. Auch die Europäische Union müsse den arbeitsfreien Sonntag schützen und die nationalen Feiertage als Ausdruck der kulturellen und religiösen Identität der Mitgliedsstaaten respektieren, so der Eisenstädter Diözesanbischof. Wörtlich sagte Iby: "Setzen wir uns dafür ein, dass der Sonntag für die Religion, für die Familie, für die Gesellschaft und für jeden Einzelnen erhalten bleibt". So könne das Gebot erfüllt werden "Du sollst den Tag des Herrn heiligen".
Die Sammlung des traditionellen Solidaritätsopfers bei der "Arbeiterwallfahrt" erbrachte eine Summe von 5.450 Euro, die von Bischof Iby auf 7.000 Euro aufgerundet wurde. Dieser Betrag wird für die Errichtung eines Heimes für Waisenkinder in der westafrikanischen Republik Burkina Faso verwendet.