Sibiu: Dialog der Christen intensivieren
Sibiu, 8.9.07 (KAP) "Nach dem Treffen in Sibiu müssen wir neu investieren in die Arbeit des Dialogs", sagte der Präsident der "Konferenz Europäischer Kirchen" (CEC), Pfarrer Jean-Arnold de Clermont, am Samstag im Gespräch mit der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA in Sibiu. So entstehe eine echte Chance für mehr Verständnis. Die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung (EÖV3) endet am Sonntag. Veranstalter waren die CEC und der "Rat Europäischer Bischofskonferenzen" (CCEE).
Der reformierte Geistliche räumte ein, dass die EÖV3 keinen theologischen Fortschritt gebracht habe. So sei es "extrem schwierig", ein gemeinsames Verständnis bei der Eucharistie zu finden: "Aber unsere Theologen und Kirchenführer müssen auf die Menschen hören, die als Christen zusammenarbeiten". Wenn das gemeinsame Zeugnis so weit wie möglich gehe, werde dies den Weg auch auf jenen Feldern bereiten, "wo wir Teilungen und Blockaden zwischen Christen auf theologischer Ebene sehen".
Erfreut zeigte sich der CEC-Präsident über die "außergewöhnliche" Beteiligung junger Leute an dem Treffen. Die Jugendlichen hätten verdeutlicht, dass sie zum ökumenischen Dialog beitragen wollten. Nach den Worten de Clermonts wird die Stimme der Jugend in der Schlusserklärung der EÖV3 einen besonderen Platz haben. Der französische Pastor forderte mehr Raum für die Jugend im Gemeindealltag. Sie seien ein wesentlicher Teil der lebendigen Kirche.
De Clermont betonte, in einer Zeit, die einige als "Stagnation" in der ökumenischen Bewegung bezeichneten, hätten die Teilnehmer der EÖV3 deutlich gemacht, dass die europäischen Christen stärker dem gemeinsamen Zeugnis verpflichtet sein müssten. Dieses Zeugnis bestehe besonders auch in der Solidarität mit den Armen, den Migranten und jenen, deren Rechte verletzt werden. (ende)