"Relaunch" der slowenischen Kirchenzeitung "Nedelja"
Online-Ausgabe der Kärntner Kirchenzeitung jetzt zweisprachig - Online-Ausgabe unter anderem mit ausführlichen Bildergalerien und "Redaktions-Blogs" - Druckausgabe in neuem Erscheinungsbild
Klagenfurt, 12.9.07 (KAP) Die slowenischsprachige Kirchenzeitung der Diözese Gurk-Klagenfurt "Nedelja" erscheint seit Anfang September in neuer Form. Wie Nedelja-Chefredakteur Hanzi Tomažic betont, habe es insbesondere beim Layout sowie beim Redaktionskonzept zahlreiche Neuerungen gegeben. Weiters wurde das Format der Zeitung verändert sowie ein neue Logo entworfen.
Eine Besonderheit stelle laut Tomažic die "enge Verzahnung von Printmedium und Onlineauftritt der Zeitung dar. In der Printausgabe erscheint die "Nedelja" nun dreimal im Monat als Magazin mit unterschiedlichen Beilagen (Kulturbeilage, Familienbeilage, Missionsbeilage). In der Internet-Ausgabe unter http://www.nedelja.at/ gibt es darüber hinaus ausführliche Bildergalerien sowie "Redaktions-Blogs", in denen die Redaktionsmitglieder über ihre Artikel der Printausgabe hinaus weitere Informationen geben. Außerdem gibt es für die Leser der Online-Ausgabe der "Nedelja" die Möglichkeit, Kommentare und eigene Beiträge zu publizieren. Eine Besonderheit stellt weiterhin die zweisprachige Ausrichtung des Online-Portals dar - "eine Novität in der 80jährigen Geschichte der Nedelja", so Tomažic. Der zweisprachige Teil der Zeitschrift ist unter http://zweisprachig.nedelja.at/ abrufbar.
Durch Modernisierungsmaßnahmen in der Hermagoras-Druckerei in Viktring, wo die "Nedelja" gedruckt wird, konnte außerdem das optische Erscheinungsbild deutlich verbessert werden, so Tomažic.
Wie Tomažic in der ersten Nummer der neu gestalteten "Nedelja" erläutert, wolle man insbesondere durch die neu gestaltete Online-Ausgabe der Zeitschrift einen "aktiven Austausch und Diskurs über den christlichen Auftrag zur Weltgestaltung fördern". Dies entspreche auch dem Grundauftrag der "Nedelja", so Tomažic. Zu diesem Grundauftrag zähle aber auch weiterhin die "fundierte lokale Berichterstattung aus den zweisprachigen Pfarren der Diözese Gurk-Klagenfurt", so Tomažic.
Im vergangenen Jahr feierte die "Nedelja" ihr 80jähriges Bestehen. Gründerväter waren im Jahre 1926 sechs Priester, erster Sitz der Redaktion war Görtschach im Gailtal. Dort war der erste Chefredakteur Ivan Lucovnik auch Pfarrer. Die "Nedelja" war damals auch ein Organ der Katholischen Aktion. Das Blatt wurde bis 1938 in Celje gedruckt. Nach dem "Anschluss" wurde die Situation äußert schwierig. Der damalige Chefredakteur Filip Millonig und Herausgeber Prälat Valentin Podgorc standen im Visier der Nazis. 1941 wurde Millonig eingesperrt und das Blatt verboten. Die erste Nachkriegs-"Nedelja" erschien am 8. Dezember 1945 aufgrund eines Dekrets des Gurker Diözesanbischofs Josef Köstner. Sie wurde jetzt slowenische Kirchenzeitung der Diözese. Die Redaktion ist seit damals eng mit der slowenischen Abteilung des Seelsorgeamtes verbunden, der jeweilige Sekretär war bis 1977 auch Chefredakteur. Danach wurden vermehrt professionelle Journalisten eingesetzt.
