Graz: Ein Hafen für verzweifelte Jugendliche
Graz, 13.9.07 (KAP) Als "echte soziale Innovation" hat der steirische Caritasdirektor Franz Küberl das "Schlupfhaus" der Caritas in Graz am Donnerstag bei einer Pressekonferenz bezeichnet. Das "Schlupfhaus" wurde 1996 als erste Jugendnotschlafstelle Österreichs eröffnet. Seither nahmen 3.500 Jugendliche im Alter von 14 bis 21 das Angebot von Übernachtungsmöglichkeit und sozialer Betreuung in Anspruch, teilte Küberl mit: "Das 'Schlupfhaus' entstand, weil Jugendliche in Krisensituationen einen besonderen Bedarf haben, der in den klassischen Notschlafstellen für Erwachsene nicht abgedeckt werden können".
Die Jugendnotschlafstelle in Graz hat 365 Nächte im Jahr von 18 Uhr abends bis 9 Uhr morgens geöffnet, 12 Betten stehen zur Verfügung. Daneben gibt es seit 2002 noch das Angebot einer mobilen Wohnbetreuung - bis dato wurden 58 Jugendliche auf diesem Weg betreut. Die "kids", die ins "Schlupfhaus" kommen, stammen aus allen gesellschaftlichen Schichten, so Charly Polt, der Leiter des "Schlupfhauses". Im "Schlupfhaus"-Team arbeiten acht professionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (aus den Bereichen Sozialarbeit, Psychologie, Soziologie) im Rahmen der Einzelfallarbeit mit den Jugendlichen an ihren Perspektiven.
Zum unrunden "Geburtstag" des "Schlupfhauses" gab es am Donnerstag ein Fest mit interessanten Bands und einem "Matratzen-Labyrinth". (Informationen: www.schlupfhaus.Caritas-graz.at). (ende)