"Jugendaktion 2007" für mehr Gerechtigkeit
Wien, 1.10.07 (KAP) Mit 1. Oktober startet in ganz Österreich die "Jugendaktion 2007": Jugendliche verkaufen im Oktober - dem Monat der Weltkirche - in Pfarren, Schulen und Gemeinden fair gehandelte Produkte: geröstete gesalzene Erdnüsse und Konfekt. Die Jugendaktion wird heuer zum zehnten Mal als Gemeinschaftsprojekt von "Missio" (Päpstliche Missionswerke in Österreich) und Katholischer Jugend Österreich (KJÖ) durchgeführt.
Die Mindestspende pro Packung beträgt zwei Euro. Der Reinerlös der Aktion kommt direkt Jugendprojekten in Papua-Neuguinea, Madagaskar, Argentinien und Kolumbien sowie einem gegenseitigen Austauschprogramm von Jugendlichen aus Indien und Österreich zu Gute. Im Vorjahr brachte die Jugendaktion mit einem Gesamterlös von 225.000 Euro ein Rekordergebnis.
Ziel der Aktion ist es zudem, den fairen Handel und entwicklungspolitische Bildungsarbeit besonders in Jugendgruppen und Klassengemeinschaften zu fördern. So wird unter dem Motto "Sweet&Salty. Fernes faires Nüsschen aus gutem Grund" dieses Jahr speziell auf das Thema "Recht auf Land" aufmerksam gemacht. Armut und Abhängigkeit in den Ländern des Südens haben oft mit einer ungerechten Aufteilung von Grund und Boden zu tun. Ein Mittel, um gegen Hunger anzukämpfen, müsse deshalb eine gerechte Landaufteilung sein, so die Verantwortlichen der Aktion.
Leo Maasburg, Nationaldirektor von "Missio", betont, dass die Aktion einen wichtigen Beitrag zur mehr Gerechtigkeit leistet und Armut konkret bekämpft. KJÖ-Vorsitzender Peter Gebauer ergänzt: "Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass viele Menschen von unseren alltäglichen Konsumentscheidungen abhängen und ein kleines Stückchen Weltwirtschaft durch den Genuss fairer Naschereien verändert werden kann."
Kakaobohnen, Rohrzucker und Erdnüsse, aus denen die bei der Aktion angebotenen Produkte hergestellt werden, werden jeweils von Genossenschaften produziert, die den Arbeitern einen fixen Preis zahlen, der über dem Weltmarkt-Niveau liegt.