Stift Zwettl: Grünes Licht für nächste Sanierungsetappe
St. Pölten, 22.10.07 (KAP) Die Restaurierung des Stiftes Zwettl geht in die zweite Etappe. Nach der Erneuerung des Kirchendaches und des Daches der Stiftsbibliothek wird 2008 die Restaurierung der Stiftskirche in Angriff genommen. Gleichzeitig wird auch die Stiftsbibliothek adaptiert und saniert; 2009 werden u.a. die Fenster renoviert, so Abt Wolfgang Wiedermann. "In Summe belaufen sich die Investitionskosten für 2008 auf 905.000 Euro und für 2009 auf 900.000 Euro", so der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll am Montagnachmittag in St. Pölten im Journalistengespräch nach der Sitzung des Kuratoriums für die Sanierung des Waldviertel-Stiftes. Die Investitionskosten für 2008 tragen das Stift (200.000 Euro), der Verein der Freunde des Zisterzienserstiftes Zwettl (100.000 Euro), die Diözese St. Pölten (100.000 Euro), das Land Niederösterreich (236.500 Euro), der Bund (231.500 Euro) und die Stadtgemeinde Zwettl (37.500 Euro).
Wegen der Sanierungsarbeiten muss die Stiftskirche im Zeitraum von 2009 bis 2013 für vier Jahre geschlossen werden bzw. ist der Zugang nur eingeschränkt möglich. Deshalb wird für diesen Zeitraum die bisher nicht zugängliche Bibliothek geöffnet. "Mit dem Ziel, das Stift auch in der Bauphase den Menschen zu öffnen", so Pröll. Jährlich kommen 25.000 bis 30.000 Besucher in das Waldviertel-Stift.
Enttäuscht zeigte sich der Landeshauptmann über das Fehlen eines Bundesvertreters bei der Kuratoriumssitzung. Der Bund müsse auch künftig seinen Aufgaben in der Denkmalpflege nachkommen, so der Landeshauptmann. Für die Denkmalpflege in Niederösterreich stelle das Land jährlich fünf Millionen Euro zur Verfügung. Damit werde ein Bauvolumen von rund 20 Millionen Euro ausgelöst; 250 bis 300 Arbeitsplätze könnten damit abgesichert werden.
Die Sanierung in Zwettl soll bis zum Jahr 2013, dem 875-Jahr-Jubiläum des Stiftes, abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten werden aus heutiger Sicht auf rund 6,3 Millionen Euro geschätzt. (ende)