Eva Petrik "bleibt unvergesslich"
Jerusalem, 6.11.07 (KAP) "Eva Petrik bleibt für alle unvergesslich, denen der Weg der Kirche am Herzen liegt": Mit diesen Worten reagierte der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz, der sich derzeit mit den anderen österreichischen Bischöfen auf Pilgerreise im Heiligen Land befindet, auf die Nachricht vom Tod der langjährigen Präsidentin der Katholischen Aktion Österreich (KAÖ). Bischof Schwarz ist in der Österreichischen Bischofskonferenz für die KAÖ zuständig. Vor seiner Priesterweihe war er als Diakon in der Wiener Pfarre Pötzleinsdorf tätig, der Heimatpfarre von Eva Petrik. Dort erlebte er aus nächster Nähe, wie das Ehepaar Eva und Josef Petrik mit großer Selbstverständlichkeit nicht nur Familie im christlichen Sinn in der Praxis des Alltags verwirklichte, sondern die Familie auch in den apostolischen Einsatz integrierte.
Seine Anteilnahme gelte in gleicher Weise der Familie und der Katholischen Aktion, sagte Bischof Schwarz. Drei Aspekte seien am Wirken Eva Petriks für ihn von beispielgebender Bedeutung. Eva Petrik sei immer gesamtkirchlich orientiert gewesen, sie habe - auch dann, wenn sie Kritik übte - nicht gegen die Träger der Letztverantwortung in der Kirche gedacht, sondern mit ihnen. Schwarz: "Eva Petrik gehörte zu denen, die das Bild des Zweiten Vatikanischen Konzils vom Gottesvolk aus Bischöfen, Priestern und Laien, das gemeinsam durch die Zeit pilgert, sehr ernst genommen hat". Sie sei aber auch überzeugt gewesen, dass es zu den Aufgaben der katholischen Laien gehört, sich politisch zu engagieren, um gesellschaftliche Veränderungen im Sinn des Evangeliums herbeizuführen. Vor allem sei sie überzeugt gewesen, dass Engagement in der Kirche in der Pfarrgemeinde verankert sein muss.
"Vielleicht war sie gerade deshalb, weil es ihr um die gemeinsame Lebensrealität der Menschen ging, auch so sehr am ökumenischen Dialog und am christlich-jüdischen Gespräch interessiert", so Bischof Schwarz. Besonders beeindruckend sei auch gewesen, wie Eva Petrik "weit über ihre Aktivzeit hinaus" mit der Kirche "mitgedacht, mitgelitten und mitgebetet hat". (ende)