"Kardinal König-Kunstpreis" Ende November verliehen
Salzburg, 19.11.07 (KAP) Der von der Erzdiözese Salzburg ins Leben gerufene "Kardinal König-Kunstpreis" wird heuer zum zweiten Mal verliehen. Der Preis sei "ein Zeichen des unverzichtbaren Gespräches zwischen Kirche und Kunst in der Gegenwart", so Erzbischof Alois Kothgasser. Die Überreichung des (mit 10.000 Euro dotierten) Preises an Nicole Six und Paul Petritsch findet am 27. November - dem Festtag des Heiligen Virgil, eines der beiden Diözesanpatrone von Salzburg - um 18 Uhr im Bildungszentrum St. Virgil statt. Zum Verhältnis von Kunst und Kirche, ihrem Dialog und ihrem Spannungsfeld nehmen dabei Erzbischof Alois Kothgasser und Prälat Johannes Neuhardt als Vertreter des "Kardinal König-Kunstfonds" Stellung. Prof. Gunther Damisch (Wien) geht der Frage nach "Braucht (die) Kunst die Kirche?".
Nicole Six und Paul Petritsch erhalten den Preis für ihr Gesamtwerk sowie für die eingereichte Arbeit "I'm too tired to tell you". Das 17-minütige Video ohne Ton stellt in traditioneller Porträtsituation den Moment des Einschlafens, den Tiefschlaf und das kurze Aufschrecken des Protagonisten dar.
Der "Kardinal König-Kunstpreis" soll ein Ausdruck dafür sein, wie ernst der Kirche die Frage nach dem Sinn des Lebens ist, betont Prälat Neuhardt: "Die glatte Oberflächlichkeit einer auf Funktion und Erfolg ausgerichteten Leistungsgesellschaft kann auf Dauer die Sinnfrage des Lebens nicht beantworten". Auf Neuhardts Initiative wurde der "Kardinal König-Kunstpreis" von Erzbischof Kothgasser ins Leben gerufen.
In der Jury waren Kunstexperten wie der Grazer Hochschulseelsorger Alois Kölbl, der Linzer Diözesankonservator Hubert Nitsch, die Direktorin des Nürnberger "Neuen Museums", Angelika Nollert, der Direktor des Bregenzer "Kunsthauses", Eckhard Schneider, und Margit Zuckriegl vom Salzburger "Museum der Moderne" vertreten. Die Jury wählte aus den Einsendungen einstimmig das Künstlerduo Nicole Six und Paul Petritsch aus. Als Vertreterin der Jury wird Angelika Nollert bei der Preisverleihung sprechen.
Bei der Feier in St. Virgil wird auch das im "Pustet"-Verlag erschienene Buch über den "Kardinal-König-Kunstpreis" präsentiert. Es zeigt alle nominierten Arbeiten und stellt somit einen Querschnitt durch diezeitgenössische Kunst in Österreich dar. Außerdem wird eine Ausstellung aller eingereichten Arbeiten eröffnet, die bis 15. März 2008 im Kunstraum St. Virgil besichtigt werden kann. (Informationen: Antonia Gobiet, Tel.: 0662/659.01/563, E-Mail: office@kardinalkoenig-kunstpreis.at). (ende)