"Schuldebatte von Ideologie und Parteipolitik geprägt"
Wien, 12.12.07 (KAP) Die derzeitige Schul- und Bildungsdebatte wird "den unübersehbaren Erfordernissen der gesellschaftlichen Entwicklung weitgehend nicht gerecht": Das kritisierte der Katholische Akademikerverband Österreichs (KAVÖ) in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme zum Thema "Schule und Bildung". Die Diskussion über anstehende Reformen sei "noch immer viel zu stark von einer Wirklichkeitsverweigerung, von ideologischen Vorbehalten und von parteipolitischen Interessen geprägt", kritisiert der KAVÖ.
Das Tempo der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und globalen Veränderungen würden seit langem eine grundlegende Reform des Bildungswesens erfordern. Es sei "unverantwortlich", diese Reform zu "zerreden", statt sie sachlich und unvoreingenommen in Angriff zu nehmen, bemängeln die katholischen Akademiker.
Wenn die Schule ein Ort sein solle, an dem für das Leben gelernt wird, müsse das Schulsystem zeitgemäß und wissenschaftlich begleitet gestaltet sein. Insbesondere Methodenvielfalt und moderne Aus- und Fortbildung der Lehrer müssten gesichert sein. "Dazu ist es unbedingt nötig, die Schule mit ausreichenden Ressourcen zu versehen", forderte der KAVÖ. Dem Schuleinstieg und der "Entschärfung von Nahtstellen" wie dem Übergang von der Volksschule zur Sekundarstufe I müsse dabei besonderes Augenmerk zukommen. Die katholischen Akademiker plädierten dafür, die "soziale Ausgleichsfunktion von Schule" zu stärken, um "Restgruppenbildungen" zu vermeiden. (ende)