Küberl: Spendenbereitschaft in Österreich wächst
Wien, 17.12.07 (KAP) Eine steigende Spendenbereitschaft in Österreich ortet Caritas-Präsident Franz Küberl. In einem Interview mit der "Kronen Zeitung" sagte Küberl, dass es in Österreich zwischen 800.000 und einer Million Menschen gebe, die grundsätzlich zum Spenden bereit sind, Tendenz steigend. So habe sich etwa auch der "Druck" von "Licht ins Dunkel" nicht negativ auf die direkten Spenden an die Caritas ausgewirkt. Die Spendenbereitschaft für die Caritas (die eine der Trägerorganisationen von "Licht ins Dunkel" ist) sei ebenfalls gestiegen, so Küberl. Mit "Licht ins Dunkel" sei es gelungen, ein Öffentlichkeitsbewusstsein zu schaffen, "dass Behinderte vom Rand in die Mitte der Gesellschaft kommen".
Küberl betonte, dass alle Projekte, die von "Licht ins Dunkel" gefördert werden, jedes Jahr neu eingereicht werden müssen: "Nichts wird hier automatisch ausgeschüttet. Da ist eine sehr große Strenge im Vorstand". Es gebe zudem die Vereinbarung, dass Mitgliederorganisationen von "Licht ins Dunkel" nur Projekte bis zu einer Gesamtsumme von 340.000 Euro einreichen können. Dabei sei eines jedes Jahr gleich, so Küberl: "Wir könnten immer das Doppelte und Dreifache brauchen". Allein im Behindertenbereich führe die Caritas in ganz Österreich rund 120 Initiativen und Projekte. 25 davon würden für "Licht ins Dunkel" eingereicht.
In dem "Krone"-Interview hob Küberl die Bedeutung der Kleinspender für die Caritas hervor. Er bekomme immer wieder Briefe von Frauen, die selbst nur von der Mindestpension leben müssen und trotzdem noch einen Geldschein beilegen: "Menschen, die an jener Grenze leben, wo die Caritas schon tätig werden müsste. Berührend". Wie Küberl betonte, sei die Caritas in großem Maße auch von solchen Spendern abhängig. Große Erbschaften und Schenkungen würden nur zehn Prozent der Spenden ausmachen. Das meiste komme von den Kleinspendern. Dabei sei spenden, so der Caritas-Präsident, "zu einem größeren Teil Frauensache".