Viele Orthodoxe feiern am 6./7. Jänner Weihnachten
Wien, 4.1.08 (KAP) Am 6./7. Jänner feiern viele orthodoxe Christen in Wien das Weihnachtsfest. Zu den liturgischen Feiern werden auch viele Touristen aus Russland und den anderen GUS-Staaten erwartet. Einige orthodoxen Kirchen, darunter jene von Konstantinopel, Griechenland, Bulgarien und Rumänien, haben Weihnachten wie die Westkirchen nach dem Gregorianischem Kalender am 24./25. Dezember gefeiert. Andere orthodoxe Kirchen - darunter jene von Russland und Serbien - feiern nach dem Julianischem Kalender den Heiligen Abend am 6. und den Christtag am 7. Jänner.
In der russisch-orthodoxen Nikolauskathedrale (1030 Wien, Jauresgasse 2) wird am Sonntag, 6. Jänner, um 17 Uhr die Vesper des Heiligen Abends gesungen. Um 23 Uhr beginnt die feierliche Liturgie. Hauptzelebrant ist Bischof Hilarion (Alfejew).
In der serbisch-orthodoxen Auferstehungskirche in Wien-Leopoldstadt (1020, Engerthstraße 160), Österreichs größtem orthodoxen Gotteshaus, beginnt die Vesper am Sonntag um 18 Uhr. Die feierliche Liturgie des Heiligen Abends findet um 24 Uhr statt.
Die serbisch-orthodoxe Kirche zählt in Wien und Umgebung mindestens 100.000 Gläubige. In Wien existiert seit 1860 eine serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde. 1893 wurde die erste serbische Kirche im 3. Wiener Gemeindebezirk zu Ehren des Heiligen Sava geweiht. Die Gründung einer zweiten Pfarrgemeinde in Hernals erfolgte im Zug der Immigration der "Gastarbeiter" und ihrer Familien ab den späten sechziger Jahren. Im Jahr 2002 wurde die Auferstehungskirche in der Leopoldstadt geweiht.
Die Geschichte der russisch-orthodoxen Kirche in Österreich reicht in das 18. Jahrhundert zurück. 1762 kam der erste russisch-orthodoxe Priester nach Wien. Die erste eigene Kirche (die heutige Nikolauskathedrale mit ihren eindrucksvollen Zwiebeltürmen) wurde neben der russischen Botschaft in den Jahren von 1893 bis 1899 errichtet. Seit 1946 ist das Gotteshaus die Kathedrale des russisch-orthodoxen Bischofs von "Wien und Österreich".
Die in letzter Zeit stark gewachsene Gemeinde der Kathedrale setzt sich aus Gläubigen verschiedener Nationen zusammen. Die Gottesdienste werden in kirchenslawischer Sprache unter Einbeziehung deutschsprachiger Teile zelebriert.