Landau erneuert Forderung nach Pflegekonzept
Wien, 6.1.08 (KAP) Als "unwürdiges Schauspiel auf dem Rücken der Betroffenen" hat der Wiener Caritasdirektor Msgr. Michael Landau am Sonntag den anhaltenden Pflegestreit innerhalb der Koalition bezeichnet. Die geringe Zahl der Legalisierungsfälle führt er auf die schlechte Informationspolitik und die Verwirrung der Betroffenen zurück: "Die Menschen wissen nicht, was Sache ist, sie warten ab. Das kann aber kein Dauerzustand sein. Wir brauchen dringend tragfähige Lösungen". Alle Verantwortlichen - Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungsträger - müssten rasch an einen Tisch, forderte Landau. Notwendig sei ein "Gesamtkonzept für Betreuung und Pflege".
Der Wiener Caritasdirektor erinnerte daran, dass die 24-Stunden-Betreuung nur ein Mosaikstein im Gesamtkonzept Pflege sei, und "nicht einmal hier" gäbe es eine praktikable Lösung. Ein "Gesamtkonzept für Betreuung und Pflege" müsse österreichweit "einheitliche Qualitäts- und Versorgungsstandards" und eine gerechte Finanzierung vorsehen. Die Caritas schlage dafür einen Pflegelasten-Ausgleichsfonds vor, so Landau. (ende)