80.000 Menschen gratis behandelt
Wien, 29.1.08 (KAP) Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien bittet in den kommenden Tagen wieder um Spenden, um die Gratis-Behandlung mittelloser Patienten auch dieses Jahr sicherstellen zu können. 2007 konnte in über 80.000 ambulanten und rund 400 stationären Fällen im Krankenhaus rasch und unbürokratisch medizinisch und pflegerisch geholfen werden.
Die traditionelle "Haussammlung" sei für das Ordensspital in Wien-Leopoldstadt absolut notwendig, so Prior Ulrich Fischer. Nicht krankenversicherte Patienten seien heutzutage keine Ausnahmefälle mehr. Landläufig würden Unversicherte zwar mit Ausländern oder Migranten assoziiert, es seien aber auch immer mehr Österreicher unversichert, beispielsweise wenn sie nach einer Kündigung Meldefristen versäumen oder gar nicht wissen, dass sie nach einer Scheidung als "Mitversicherte" aus der Pflichtversicherung "herausfallen" können, berichtet der Prior.
Die Behandlung mittelloser Patienten entspreche dem Auftrag des hl. Johannes von Gott, des Ordensgründers der Barmherzigen Brüder: "Armen und Kranken helfen, ohne nach Religion, Alter, Herkunft oder sozialem Status zu fragen". Fischer: "Jeder Patient, der in eine unserer Ambulanzen kommt und sich in einer gesundheitlichen Notsituation befindet, wird behandelt, und wenn medizinisch erforderlich, selbstverständlich auch stationär aufgenommen."
Seit Jahrhunderten sei die Haussammlung die wichtigste Möglichkeit, um von der Bevölkerung Unterstützung dafür zu erhalten. "Jeder Cent zählt, jede noch so kleine finanzielle Unterstützung, die wir von der Bevölkerung bekommen, ist ein wichtiger und wertvoller Beitrag, um mittellosen Menschen in medizinischen Notfällen rasch, professionell und unbürokratisch helfen zu können", hebt Fischer hervor.
Die "Haussammlung" der Barmherzigen Brüder wird in Wien und Umgebung durchgeführt. Spenden sind auch auf das PSK-Konto 7064.001 (BLZ 60.000), Kennwort "Haussammlung 2000" erbeten.