"Familienfasttag 2008" will Frauenrechte stärken
Wien, 5.2.08 (KAP) Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) führt in der vorösterlichen Fastenzeit wieder ihre traditionelle Aktion "Familienfasttag" durch. Mit den Spenden werden Frauenförderungsprojekte in Asien und Lateinamerika unterstützt. Unter dem Motto "Teilen macht stark" bittet die Frauenbewegung seit 1958 nicht um Almosen, sondern lädt zum Teilen mit benachteiligten Menschen ein. Als Zeichen der Solidarität soll für Projekte gespendet werden, die notleidende Frauen bei ihrem Kampf um ein menschenwürdiges Leben, um Gerechtigkeit und Frieden stärken, so die Ankündigung der kfbö. Gesammelt wird bei Gottesdiensten oder den traditionsreichen Fastensuppenessen.
Heuer liegt ein Schwerpunkt bei Projekten, die Frauen ihre Rechte erkennen und einfordern lassen. In Indien werden Bildungs- und Gesundheitsprogramme für Mütter unterstützt, in denen sie auch lernen, ihr Recht auf gutes Trinkwasser durchzusetzen. In Sri Lanka werden Fischerinnen, Plantagen- und Textilarbeiterinnen geschult, damit sie selbstbewusst ihnen zugesagte Rechte verwirklichen können. In Kolumbien werden Rechtsberatung und Stärkung des politischen Bewusstseins von Vertriebenen und Gewaltopfern gefördert, damit die Frauen im herrschenden Bürgerkrieg aktiv ihre Rechte verteidigen und alternative, gewaltfreie Methoden der Konfliktlösung einsetzen und verbreiten können.
Die Aktion "Familienfasttag" beginnt am Aschermittwoch mit öffentlichen Fastensuppenessen und Kirchensammlungen. Traditionell wird der zweite Freitag in der Fastenzeit, der Quatemberfreitag, heuer der 15. Februar, als Familienfasttag begangen. An diesem Tag gibt es in vielen Familien als Zeichen der Verbundenheit mit benachteiligten Menschen nur eine Suppe oder eine einfache Speise. In den meisten Pfarren wird am darauf folgenden Sonntag bei den Gottesdiensten für die Aktion Familienfasttag gesammelt.
Auch in vielen Pfarren finden traditionsgemäß Suppenessen statt. Österreichische Spitzenköchinnen und -köche, wie Johanna Maier, Brigitte Kaufmann, Reinhard Lässer, Helga Ziegler, Hofrat Prof. Franz Zodl oder der Stanglwirt in Going werden wieder Benefiz-Suppenessen gestalten und Rezepte zur Verfügung stellen, die dann als kleines Dankeschön an die Spender verteilt werden.
In Wien beispielsweise lädt die Frauenbewegung am Mittwoch, 20. Februar, gemeinsam mit Justizministerin Maria Berger ins Palais Trautson (Justizministerium) zum Fastensuppenessen. Der Ort wurde bewusst gewählt, da mit dem Erlös der Aktion dieses Jahr vor allem Projekte unterstützt werden, die Frauenrechte im Mittelpunkt haben.
In Graz lädt Diözesanbischof Egon Kapellari gemeinsam mit der Katholischen Frauenbewegung Steiermark am Montag, 11. Februar, um 12.30 Uhr zum Benefizsuppenessen ins Priesterseminar ein. Bereits am Freitag, 8. Februar, findet ein Suppenessen in der Tourismusschule Bad Gleichenberg statt, für das Bischof Kapellari den Ehrenschutz übernommen hat.
Immer mehr setzt sich in Österreich auch der Brauch durch, während der gesamten Fastenzeit in einem eigenen Würfel Geld für die Aktion "Familienfasttag" zu sparen und nach Ostern direkt auf PSK-Konto 1.250.000 zu überweisen. Spenden können auch online über "www. meinespende.at" überwiesen werden. Erlagscheine liegen in allen Postämtern auf.
