Nach Provinzvereinigung: neue Akzente bei Franziskanern
Wien, 8.2.08 (KAP) Die im Oktober 2007 gegründete "Franziskanerprovinz Austria vom heiligen Leopold" setzt neue pastorale Schwerpunkte zu Gunsten der Jugend. Die Franziskaner sähen in der Betreuung junger Menschen einen wichtigen Auftrag; diesem pastoralen Einsatzfeld komme heute große Bedeutung zu, betonte Provinzial P. Rupert Schwarzl OFM am Freitag: "Wir möchten gezielt und vermehrt junge Menschen ansprechen. Deswegen haben wir auch eigens einen Mitbruder, P. Markus Schlichthärle, für die Jugendpastoral freigestellt."
Die Ordensprovinz der Franziskaner in Österreich und Südtirol umfasst 26 Niederlassungen mit zwei Gymnasien. So wie andere Ordensgemeinschaften sieht sich auch der Franziskanerorden mit sinkenden Mitgliederzahlen konfrontiert. Bis zum Herbst 2008 werde sich der Orden daher aus dem Pfarrkloster in Baumgartenberg in Oberösterreich zurückziehen, hieß es in der Mitteilung. Geplant sei dafür eine personelle Stärkung und Schwerpunktsetzung im nächstgelegenen Kloster des Ordens, der Stadtpfarre St. Marien in Enns.
Bis zum Jahr 2010 wird der Orden auch die pastorale Zielsetzung für das Franziskanerkloster Innichen in Südtirol neu definieren. "Wir sind auf der Suche nach einer geistlichen Gemeinschaft, die uns bei den Aufgaben in Innichen unterstützen soll. Wir werden uns um eine gute Zukunft für das Kloster bemühen", so Provinzial Schwarzl.
Die Franziskanerprovinz verstärkt auch das "Kommissariat für das Heilige Land" in Wien. Damit soll dem in jüngster Zeit wieder gestiegenen Interesse an Pilgerfahrten ins Heilige Land Rechnung getragen werden. (ende)