Bundespräsident Fischer würdigte Malteser-Großmeister
Bundespräsident Heinz Fischer trug sich in der Wiener Botschaft der Malteser in das Kondolenzbuch für den verstorbenen Großmeister des Malteser-Ritterordens, Fra Andrew Bertie ein
Wien, 14.2.08 Bundespräsident Heinz Fischer hat sich am Donnerstag in der Wiener Malteser-Botschaft in das Kondolenzbuch für den Großmeister des Malteser-Ritterordens, Fra Andrew Bertie, eingetragen. Es handelte sich um einen Ausdruck des Respekts und der Trauer für den verstorbenen Großmeister Andrew Willoughby Ninian Bertie, der Österreich mehrfach besucht hatte.
Im Gespräch mit "Kathpress" bezeichnete Fischer seine Trauergeste als Ausdruck der guten Beziehungen zwischen der Republik Österreich und dem 1099 in Jerusalem gegründeten "Souveränen Ritterorden vom Hospital des Heiligen Johannes zu Jerusalem", aber auch seiner persönlichen Betroffenheit: Er habe Bertie mehrere Male getroffen, u.a. bei einem Besuch in Rom, wo der Ritterorden seit 1834 seinen - exterritorialen - Sitz hat. Zuletzt hatte Fischer den Großmeister vor etwas mehr als einem Jahr in der Hofburg empfangen und sich damals über das Malteser-Projekt "HIV-Bekämpfung in den Slums von Nairobi" informieren lassen, das auch von der österreichischen Entwicklungshilfe unterstützt wird. Ein weiteres Treffen sei ins Auge gefasst und dann verschoben worden; er sei "sehr traurig", dass es jetzt nicht mehr zustande kommen kann, so Fischer.
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Der Bundespräsident drückte auch seine Wertschätzung für das vielfältige karitative und soziale Engagement des Ordens aus. "Die Malteser sind aus dem sozialen Leben Österreichs nicht wegzudenken", so Fischer wörtlich.
Der Orden zählt weltweit rund 12.000 Mitglieder und ist auf allen Kontinenten im humanitären und karitativen Bereich tätig. In 90 Ländern unterhält er Krankenhäuser, Altenheime und andere Sozialeinrichtungen.
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Der österreichische Malteser-Hospitaldienst kann auf rund 1.000 ausschließlich ehrenamtliche Mitglieder zurückgreifen, die im Rettungsdienst, in Katastropheneinsätzen sowie in der Alten- und Krankenbetreuung engagiert sind.