ksoe bietet Ausbildung zum "Ethik-Investment-Berater"
Wien, 20.2.08 (KAP) Die Kirche sollte noch stärker als bisher eine Vorreiterrolle im Bereich des ethischen Investments einnehmen. Das hat der Direktor der Katholischen Sozialakademie (ksoe), Markus Schlagnitweit, im Gespräch mit "Kathpress" betont. Kirchliche Organisationen und Einrichtungen stellten bisher das wichtigste Kundensegment im Bereich ethisch orientierter Geldanlagen in Österreich dar, so der ksoe-Direktor. Vielfach würden sie aber noch ihr Gewicht und ihre Bedeutung unterschätzen. Daher wäre es wünschenswert, "wenn kirchlicherseits aktiver und bestimmter nach entsprechenden Produkten nachgefragt und eine qualitativ hochwertige Beratung eingefordert wird".
Schlagnitweit zeigte sich zuversichtlich, dass dies auch bei den Banken bzw. Vermögensberatern eine noch stärkere Orientierung in Richtung ethischer Investments auslösen würde.
Speziell für Finanzdienstleister in Banken, Versicherungen und Vermögensberatungen bietet die ksoe deshalb auch eine neue Ausbildung zum "Ethik-Investment-Berater" an. Der Lehrgang startet am 26. März. Schlagnitweit: "Von jedem Finanzdienstleister, auch von der Hausbank, muss künftig erwartet werden können, dass eine Beratung angeboten wird, die über Kenntnisse im Ethik-Investment verfügt".
Die Ausbildung für Ethik-Investment-Berater findet in vier Modulen zu je drei Tagen im Wiener Kardinal-König-Haus statt. Zu einzelnen Modulen stehen sowohl Experten aus Wissenschaft und Ethik-Rating als auch Vertreter ethisch orientierter Investorengruppen zur Verfügung. (Informationen: www.geldundethik.org).