Österreichs Ökumene trauert um Georg Pappas
Salzburg, 25.2.08 (KAP) Die Ökumene in Österreich verliert mit dem jüngst verstorbenen Salzburger Unternehmer Georg Pappas einen großen Unterstützer. Der gläubige orthodoxe Christ Pappas, der am 15. Februar im Alter von 79 Jahren gestorben ist, hatte unter anderem die Publikation des Ökumenischen Sozialworts der Kirchen in Österreich finanziert.
Georg Pappas war Gründer eines der größten Autohandelsunternehmens Mitteleuropas und des Baukonzerns "Alpine". Er wurde am 24. Mai 1928 in Györ (Ungarn) als Sohn eines Arztes griechischer Abstammung geboren. Nach Kriegsende übersiedelte die Familie nach Salzburg.
1951 lernten die Brüder Georg und Dimitri Pappas den "Mercedes"-Generalvertreter Günther Wiesenthal kennen, mit dem sie in weiterer Folge die österreichische "Mercedes-Benz Organisation" maßgeblich gestalteten. 1957 wurde die "Georg Pappas Automobil AG" gegründet. 1960 übernahm Georg Pappas die Geschäftsführung des "Mercedes-Benz Zentralbüros", der heutigen "Mercedes-Benz Österreich Vertriebsgesellschaft m.b.H.", während sich Dimitri Pappas (der dann 1999 verstarb) um wichtige Außenkontakte kümmerte.
Gottesdienst in Stiftskirche St.Peter
Die Familie Pappas hat seit vielen Jahren nicht nur die griechisch-orthodoxen Gemeinden in Österreich, sondern auch zahlreiche ökumenische Vorhaben der christlichen Kirchen unterstützt. Dies gilt insbesondere auch für die drei Pastoralbesuche Johannes Pauls II. in den Jahren 1983, 1988 und 1998 in Österreich. Ebenso war es für die Familie Pappas eine Selbstverständlichkeit, die drei jüngsten offiziellen Österreich-Besuche des Oberhauptes der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios I., zu ermöglichen.
Damit folgte die Familie einer Linie, die der 1999 verstorbene "Familienpatriarch" Dimitri Pappas durch viele Jahre vorgegeben hatte. Vor allem die Sorge um den Salzburger Dom stand für ihn im Vordergrund. Dies war auch der Grund dafür, dass der orthodoxe Gedenkgottesdienst für Dimitri Pappas 1999 auf Einladung des Domkapitels in der Domkirche stattfinden konnte. In dieser Tradition steht auch der für Dienstag für Georg Pappas anberaumte Fürbittgottesdienst in der Salzburger Stiftskirche St. Peter. Erzabt Edmund Wagenhofer und der Konvent haben der vom griechisch-orthodoxen Metropoliten Michael Staikos vorgetragenen Bitte aus ökumenischen Motiven gern entsprochen. Metropolit Staikos wird am Dienstag um 15 Uhr den Fürbittgottesdienst leiten. Er hatte bereits auch am vergangenen Donnerstag die Einsegnung im engsten Familienkreis vorgenommen. (ende)