Salesianer Don Boscos tagen in Rom
Rom, 25.2.08 (KAP) Am 3. März beginnt das 26. Generalkapitel der Salesianer Don Boscos in Rom. Unter den 233 Delegierten aus allen Teilen der Welt sind als Vertreter der österreichischen Provinz Provinzial P. Franz Wöß SDB (67), sein designierter Nachfolger P. Rudolf Osanger SDB (57) und P. Petrus Obermüller SDB (46). Hauptanliegen des Kapitels ist die Reflexion über den Zugang zur Jugend von heute.
Der amtierende Generalobere, Don Pascual Chavez Villanueva SDB, wählte als Thema für das 26. Generalkapitel: "Da mihi animas, cetera tolle" (Gib mir Seelen, alles andere nimm). Dieses Motto stellte Don Bosco seinem eigenen pastoralen Wirken voran, später galt es auch für die von begründete Ordensgemeinschaft. Mit vier Themenbereichen werden sich die Kapitulare im Lauf der nächsten Wochen befassen: Evangelisierung, neue Tätigkeitsfelder für die Salesianer, Ordensnachwuchs, einfacher Lebensstil. Ziel des Generalkapitels ist es, den "Elan und die Originalität" des Charismas von Don Bosco zu vertiefen und gleichzeitig in den "Zeichen der Zeit" neue Antworten auf die Bedürfnisse der Jugendlichen zu finden.
Alle sechs Jahre wird das Generalkapitel unter Leitung des Generaloberen einberufen, um Schwerpunkte für die Ordensarbeit zu definieren. Am 12. April findet das 26. Generalkapitel der Salesianer Don Boscos seinen Abschluss.
Weltweit setzen sich rund 16.400 Salesianer Don Boscos im Sinne ihres Gründers für Kinder und Jugendliche ein, auch für solche "am Rande der Gesellschaft". In 131 Ländern gibt es rund 2.000 Jugendzentren, 4.186 Schulen, Ausbildungszentren und Universitäten, die von Salesianern betreut werden. In mehr als 3.000 Pfarren und Kirchen wirken Salesianer in der Seelsorge.
Seit mehr als 100 Jahren engagieren sich die Salesianer Don Boscos und ihre Mitarbeiter in Österreich. Derzeit betreuen 82 Salesianer Don Boscos in Österreich an 30 Standorten Kindergärten und Schulen, leiten Pfarren und Jugendzentren, führen Studenten- und Schülerwohnwohnheime und laden in der Salesianischen Jugendbewegung zu zahlreichen Freizeitaktivitäten und religiösen Angeboten ein. In Österreich bereiten sich derzeit drei junge Männer auf ihren Ordenseintritt vor.
Den sozialen Herausforderungen der heutigen Zeit kommen in Österreich auch weitere Partnerorganisationen nach: Die Aktion "Jugend Eine Welt" organisiert Freiwilligeneinsätze für junge Erwachsene und unterstützt Projekte in den Ländern des "Südens". Das "Don Bosco Flüchtlingswerk" hat den Auftrag, unbegleitete minderjährige Asylwerber in Österreich zu betreuen. In diesem Hilfswerk engagieren sich ebenfalls zahlreiche Jugendliche ehrenamtlich.
Giovanni Bosco wurde am 16. August 1815 in der Nähe von Turin als Kind einer armen, tief religiösen Familie geboren. Bereits in jungen Jahren arbeitete er, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Schon als Kind begeisterte er mit seiner Fröhlichkeit und seinen Kunststücken seine Freunde.
Trotz finanzieller Schwierigkeiten absolvierte er sein Studium, 1841 wurde er zum Priester geweiht. Don Bosco begegnete in der Großstadt Turin jungen Menschen, die voller Hoffnung vom Land in die Stadt geströmt waren, dann aber - arbeitslos und sozial entwurzelt - nur schwer ihr Leben meistern konnten. Don Bosco holte die Jugendlichen von der Straße weg und nahm sie in seinem "Oratorio", einem offenen Jugendzentrum, auf (das "Oratorio" ist heute noch in vielen italienischen Pfarrgemeinden ein wesentlicher Aspekt der Jugendseelsorge). Für die Erziehung seiner Jugendlichen betrachtete er vier Elemente als wesentlich: Familie, Freizeit, Schule und Kirche. Der ihm zugedachte Spruch "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen" spiegelt die für Don Bosco und seine erzieherische Tätigkeit kennzeichnende Grundhaltung der Freude und der Lebensbejahung.
Don Bosco starb am 31. Jänner 1888, er wurde am 1. April 1934 heilig gesprochen und gilt als Schutzpatron der Jugend.
