Zahl der Katholiken auf 1,131 Milliarden gestiegen
Vatikanstadt, 29.2.08 (KAP) Die Zahl der Katholiken ist weltweit um 1,4 Prozent angewachsen: Sie stieg zwischen 2005 und 2006 von 1,115 auf 1,131 Milliarden. Das geht aus der neuesten Ausgabe des "Annuario Pontificio 2008" (Päpstliches Jahrbuch) hervor, dessen erstes Exemplar am Freitag an Benedikt XVI. übergeben wurde. Fast die Hälfte der Katholiken (49,8 Prozent) lebt demnach auf dem amerikanischen Doppelkontinent, ein Viertel (25,0 Prozent) in Europa, in Asien sind es 10,5 Prozent.
Der nur geringfügige Zuwachs der Katholikenzahl wird von Fachleuten auch auf statistische Ungenauigkeiten zurückgeführt. Mit Ausnahme von Mitteleuropa ist es in fast keinem Land der Welt erlaubt, offizielle Daten über das Religionsbekenntnis zu erheben. In kirchlichen Statistiken aus vielen Ländern scheinen daher nur jene Katholiken auf, die mehr oder minder regelmäßig am kirchlichen Leben teilnehmen. Zu den 1,131 Milliarden "offiziellen" Katholiken müsse man daher noch eine beträchtliche Anzahl von "U-Booten" hinzurechnen.
Die Zahl der Priester hat im Berichtszeitraum zugenommen, freilich nur um 0,21 Prozent, heißt es in einer Mitteilung des vatikanischen Presseamtes. Sie stieg - Diözesan- und Ordenspriester zusammengerechnet - von 406.411 auf 407.262. Damit setzt sich nach etlichen Jahren des Einbruchs die mit dem Jahr 2000 einsetzende Anstiegsphase weiter fort. Jedoch verläuft diese Entwicklung kontinental unterschiedlich, mit einem Zuwachs insbesondere in Afrika und Asien. In Asien wuchs die Zahl der Geistlichen von 43.566 im Jahr 2000 auf zuletzt 51.281. Der Anstieg der Priesterberufe in Asien sei auffallend, so die Pressemitteilung.
Die Zahl der Seminaristen hat um 0,9 Prozent zugenommen. Die meisten Priesteramtskandidaten bereiten sich demnach in Amerika auf ihr geistliches Amt vor (37.150), in Asien sind es 30.702 und in Afrika 24.034. Erst an vierter Stelle folgt Europa mit 22.618 Seminaristen, dann Ozeanien mit 976.
Insgesamt ist die katholische Weltkirche in 2.923 Diözesen und vergleichbaren Kirchengebieten organisiert. 2007 errichtete Benedikt XVI. dem neuen "Annuario" zufolge acht neue Bischofssitze und eine Apostolische Präfektur. Die Zahl der Bischöfe betrug Ende 2006 genau 4.898.
