"Probleme schwangerer Frauen werden bagatellisiert"
Wien, 7.3.08 (KAP) Die Aktion Leben hat anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März an Bund und Länder appelliert, sich stärker der Anliegen schwangerer Frauen anzunehmen. "Es ist erschütternd, feststellen zu müssen, dass im Österreich des 21. Jahrhunderts immer mehr Frauen durch eine Schwangerschaft in Not geraten", so Martina Kronthaler, Generalsekretärin der "Aktion Leben"- Österreich, in einer Presseaussendung am Freitag. "Die Probleme schwangerer Frauen und ihrer Familien werden bagatellisiert", kritisierte Martina Kronthaler.
Allein in Wien habe die "Aktion Leben" im Jahr 2007 um 300 Beratungsgespräche mehr geführt als im Jahr davor. Kronthaler: "Es ist schön, dass so viele Frauen den Weg zu uns finden. Alarmierend ist jedoch, dass immer mehr Frauen und Familien durch eine Schwangerschaft in existenzielle Not und unter Druck geraten". Insgesamt verzeichnete die "Aktion Leben" allein in Wien für das Vorjahr 2.719 Beratungsgespräche. Da sich die Stadt Wien seit einigen Jahren immer mehr aus ihrer Verantwortung für schwangere Frauen zurückziehe, sei der Bedarf an finanzieller Unterstützung enorm gestiegen. Es mangle auch an leistbaren Wohnungen, so Martina Kronthaler.
Bis Juni 2008 läuft noch die parlamentarischen Bürgerinitiative der "Aktion Leben" unter dem Titel "Mit Kindern in die Zukunft". Mit der Bürgerinitiative ruft die "Aktion Leben" den Nationalrat auf, die gesetzlichen Grundlagen für ein Maßnahmenbündel zu schaffen: Die Einrichtung eines öffentlich finanzierten Hilfsfonds für Schwangere in Not; ständige Werbung für Schwangerenberatung; vielfältige Unterstützungen für Eltern von Kindern mit Behinderung sowie Wahlfreiheit zwischen inner- und außerfamiliärer Kinderbetreuung und qualitätvolle und leistbare Betreuungsplätze. (Informationen: Internet: www.aktionleben.at).