Redemptoristen: Föderation Wien - München
Wien, 12.3.08 (KAP) Mit einer Festakademie im Redemptoristenkloster an der Marienpfarre in Wien-Hernals beginnt am Samstag - dem Fest des Wiener Stadtpatrons, des Heiligen Klemens Maria Hofbauer - die Föderation zwischen der österreichischen und der süddeutschen Provinz des Redemptoristenordens. Zu diesem Anlass werden u.a. der Generalobere des Ordens, P. Joseph Tobin, sowie zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland erwartet. Bereits am 14. März findet um 19 Uhr in der von den Redemptoristen betreuten Kirche Maria am Gestade ein festlicher Gottesdienst statt.
Mit der Föderation bleiben die beiden Ordensprovinzen selbständig mit eigenem Kapitel und Provinzial; zugleich wird ein gemeinsamer "Föderationsrat" eingerichtet, der über pastorale, strategische und wirtschaftliche Fragen gemeinsam entscheiden soll. Der Schritt ist auch eine Antwort auf die Aufforderung des letzten Generalkapitels, auf allen Kontinenten eine Restrukturierung durchzuführen. Mit knapp 6.000 Mitgliedern zählen die Redemptoristen weltweit zu den größten männlichen Ordensgemeinschaften der katholischen Kirche; seit einigen Jahren wächst die Gesamtzahl wieder.
Zur Münchener Provinz gehören derzeit sieben Klöster mit 85 Mitgliedern. Zur Wiener Provinz gehören sieben Klöster in Österreich und drei Klöster in Dänemark mit insgesamt 60 Mitgliedern. Zu den Schwerpunkten der Redemptoristen gehören missionarische Einsätze, die Gesprächs- und Beichtpastoral, die Exerzitienarbeit und die Arbeit im Bereich der Jugend, der Immigrantenpastoral sowie in den Medien.
Für die Erzdiözese Wien planen die beiden Provinzen gemeinsam die Teilnahme an flächendeckenden "Missionseinsätzen" in den Jahren 2009/2010. Gemeinsam mit anderen Orden und der Superiorenkonferenz ist auch an die Errichtung einer "Insel des Gesprächs" in der Wiener Innenstadt gedacht.
P. Lorenz Voith, der Provinzial der Wiener Provinz, bezeichnet die Föderation der beiden Provinzen als einen "Meilenstein" in der Zusammenarbeit auch mit den östlichen Nachbarprovinzen, die alle aus der Wiener Provinz hervorgegangen sind. Durch die Bündelung der Kräfte werde es auch möglich, "missionarische Angebote" für die Diözesen zu erstellen.