Standardwerk der Kath. Soziallehre auf neuer Website
Wien, 14.3.08 (KAP) Das Standardwerk der Katholischen Soziallehre - das "Sozialkompendium" - ist nun auf einer von der Katholischen Sozialakademie Österreichs (ksoe) neu gestalteten Website abrufbar. Unter "www.sozialkompendium.org" finden sich in systematisch erschlossener Form zahlreiche Texte und zentrale Dokumente der Katholischen Soziallehre, die - so der Direktor der ksoe, Markus Schlagnitweit - einen "wichtigen Bezugspunkt für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft" bilden. Ein unverstellter Blick auf ungerechte wirtschaftliche und politische Strukturen sowie das klare christliche Menschenbild mache das Kompendium "für Politik und Wirtschaftsleben besonders aktuell", so Schlagnitweit.
Die Website orientiert sich an den zentralen Themenfeldern des 2005 erstmals auf Deutsch erschienenen Sozialkompendiums: Arbeit, Wirtschaft, Menschenwürde, Globalisierung, Umwelt. Darüber hinaus werden die katholischen Texte erstmals auch in Verbindung gesetzt mit Texten anderer Religionsgemeinschaften. Damit wolle man die "Offenheit der Soziallehre für den ökumenischen und interreligiösen Dialog unterstreichen, der heute besonders dringlich ist", so Schlagnitweit.
Die Zielgruppe der Website seien "Multiplikatoren in Kirchen, Religionsgemeinschaften und Gesellschaft" ebenso wie "Verantwortungsträger in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft", heißt es in der Aussendung der ksoe. Damit ziele die Website auf die Praxis, wie es auch das Anliegen der Soziallehre der Kirche selbst sei. Wie Schlagnitweit betonte, habe die Kirche gerade in einer "globalisierten Welt" immer wieder zeitgerechte und aktuelle Antworten auf Herausforderungen und Gefährdungen gefunden, "etwa auf die Herausforderung der Ökonomisierung oder die soziale Spaltung der Gesellschaft". Von besonderer Aktualität seien derzeit insbesondere die Texte zur Rolle des Finanzkapitals oder zur Migration, so Schlagnitweit. (Informationen: Internet: www.sozialkompendium.org).