Wien: Chaldäer gedachten Erzbischof von Mossul
Wien, 17.3.08 (KAP) Mit einer Trauerfeier im Anschluss an die Palmsonntagsliturgie hat die chaldäisch-katholische Gemeinde in Wien des in der Vorwoche ums Leben gekommenen chaldäisch-katholischen Erzbischofs von Mossul, Paulos Faraj Rahho, gedacht. Geleitet wurde die Feier in der Pfarrkirche St. Benedikt (Am Leberberg) in Wien 11 vom Seelsorger der chaldäisch-katholischen Christen in Wien, P. Raad Sahra. Rund 100 irakische Christen waren gekommen. An dem Trauergebet nahm im Sinne der Verbundenheit der Christen im Irak auch der Wiener Seelsorger der Apostolischen Kirche des Ostens (Assyrische Kirche), P. Tawer Andrious, teil. In den christlichen Gemeinden steigt die Sorge um das Überleben der Christen im Irak.
Scharl: "Zeichen der Solidarität"
Der Wiener Weihbischof Franz Scharl bekundete die Anteilnahme der Erzdiözese Wien zum Tod Rahhos und betonte bei der Trauerfeier die Solidarität mit den bedrängten Christen im Irak. In der Österreichischen Bischofskonferenz ist Scharl für den Kontakt zu den anderssprachigen Gemeinden zuständig. Neben Weihbischof Scharl nahmen auch Vertreter der "Union Orientalischer Christen", des Vereins "Stern des Orients" sowie die Generalsekretärin der ökumenischen Stiftung "Pro Oriente", Marion Wittine, an der Trauerfeier teil.
Wie Wittine im Gespräch mit "Kathpress" berichtete, wurde durch die jüngsten traurigen Vorgänge im Irak den in Österreich beheimateten Organisationen, die sich für die Christen im Orient einsetzen, neuerlich die Dringlichkeit einer stärkeren Zusammenarbeit deutlich. "Pro Oriente" habe es übernommen, dieses Ziel einer "stärkeren Vernetzung" und eines "besseren Informationsaustausches" zu verfolgen. Auch wolle man stärker auf gemeinsame Aktionen hinarbeiten. Ein erster Schritt wird ein Treffen der Organisationen und der jeweiligen Seelsorger der orientalischen Gemeinden Anfang April sein.