Die Caritas ist hocheffizient
Wien, 21.3.08 (KAP) Die Effizienz der Caritas bei der Hilfeleistung hat Caritas-Präsident Franz Küberl betont. In der Ö 1-Hörfunksendung "Saldo" wies Küberl am Freitag darauf hin, dass von jedem Spenden-Euro 92,5 Cent den Betroffenen unmittelbar zugute kommen. Möglich werde dies vor allem durch eine effiziente Verwaltung sowie die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 2006 hat die Caritas rund 37 Millionen Euro an Spenden erhalten. Spenden werden sowohl für die Armutsbekämpfung im Inland als auch für die "Hilfe zur Selbsthilfe" in den Ländern des "Südens" eingesetzt.
Allerdings machen Spenden nur rund neun Prozent des gesamten Jahresumsatzes der Caritas aus, der sich auf knapp 430 Millionen Euro beläuft. Mehr als die Hälfte davon zahlt die öffentliche Hand als Kostenersatz für soziale oder Pflegedienste. 17 Prozent entfallen auf Zuzahlungen durch Privatpersonen, etwa in Seniorenheimen. 35 Millionen Euro entfallen auf Subventionen, ein wenig mehr auf Spenden und 30 bis 40 Millionen Euro kommen aus Beiträgen der Kirche.
Wie Diakoniedirektor Michael Chalupka in "Saldo" sagte, belaufe sich der Jahresumsatz des evangelischen Hilfswerks auf rund 220 Millionen Euro.
Sowohl die Caritas als auch die Diakonie lassen ihre Buchführung von Wirtschaftsprüfern durchleuchten und veröffentlichen ihre Jahresabschlüsse. Die Diakonie führt ein Spendengütesiegel, die Caritas nicht, wiewohl sie alle Kriterien dafür erfüllen würde, wie Küberl betonte. Eine ordentliche Gebarung sei selbstverständlich, das Gütesiegel wäre deshalb aber eine "unnötige Ausgabe".