Kirche gedenkt der Märtyrer
Vatikanstadt, 24.3.08 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat am Ostermontag der im vergangenen Jahr ermordeten Missionare gedacht. Bei seinem Mittagsgebet in Castel Gandolfo verwies er auf die Märtyrer, die in ihrem missionarischen Dienst für Glauben und Kirche ihr Leben hingegeben hätten. Das Gebet und das Gedenken für diese Märtyrer sei eine Pflicht der Dankbarkeit für die ganze Kirche, betonte der Papst. Ihr Tod mache deutlich, dass die Hoffnung auf Jesus stets die Macht des Hasses und der Gewalt durch die Allbarmherzigkeit der Liebe besiegt hat.
Nach einer jüngsten kirchlichen Statistik sind 2007 weltweit 123 Christen aus Glaubensgründen getötet worden. Allein 47 kamen bei Mordanschlägen im Irak ums Leben, in Indien starben 18 Angehörige unterschiedlicher Konfessionen aufgrund von antichristlich motivierter Gewalt, in Nigeria und im Sudan jeweils zehn.
In seiner kurzen Ansprache vor rund 2.000 Gläubigen im Innenhof seiner Sommerresidenz bekräftigte Benedikt XVI. die Osterbotschaft vom auferstandenen Christus. Das "Alleluja" als Ausdruck der Osterfreude sollte nicht nur ein Wort sein, sondern "Ausdruck unseres ganzen Lebens", sagte er Papst. Er lud die Gläubigen ein, diese Glaubensfreude auch ihren Mitmenschen zu vermitteln.
Anlässlich des Welttages gegen die Tuberkulose rief Benedikt XVI. zum Kampf gegen diese Krankheit auf. Er bekundete den Kranken seine Solidarität und appellierte insbesondere an die katholischen Hilfsorganisationen, sich um die Kranken zu kümmern. Mit diesem Dienst sollten sie "den auferstandenen Christus deutlich machen, der ihnen Heilung, Hilfe und Frieden schenkt".