Küberl erfreut über bundesweite Mindestsicherung ab 2009
Wien, 3.4.08 (KAP) "Mit einem lachenden und einen weinenden Auge" sieht Caritas-Präsident Franz Küberl den derzeitigen Stand im Hinblick auf die bedarfsorientierte Mindestsicherung. Es sei "sehr zu begrüßen", wenn mit der Mindestsicherung Anfang 2009 auch eine bundesweit einheitliche, höhere Sozialhilfe eingeführt werde. "Großes Bedauern" äußerte der Caritas-Chef jedoch darüber, dass derzeit noch einige Bundesländer die Verankerung der Sozialhilfe in einem One-stop-Shop beim Arbeitsmarktservice "blockieren" würden. "Aus Sicht der Caritas sind Beratung Arbeitssuchender, Arbeitsvermittlung und Beschäftigungsprojekte gemeinsam wesentliche Bausteine für eine moderne Mindestsicherung", hielt Küberl in einer Aussendung am Donnerstag fest.
Sollten die Länder eine stärkere Anbindung der Mindestsicherung an den Arbeitsmarkt tatsächlich verhindern, bedeutet das laut Küberl, dass sie in Zukunft selbst mehr Geld für aktive Beschäftigungspolitik aufwenden müssen. Der Caritas-Präsident erinnerte in diesem Zusammenhang auch an das gemeinsame Bekenntnis von Bund und Ländern, dass die Mindestsicherung beides beinhalten solle: eine Lebensabsicherung für notleidende Menschen und ein stärkeres, sichtbares Sprungbrett in den Arbeitsmarkt.