Abtreibung bleibt auf Tagesordnung des Europarats
Straßburg, 14.4.08 (KAP) Bei der Parlamentarischen Versammlung des Europarats ist der Versuch gescheitert, einen umstrittenen Bericht zum Schwangerschaftsabbruch von der Tagesordnung zu nehmen. Ein entsprechender Antrag des spanischen Christdemokraten Ignacio Cosido Gutierrez fand am Montag in Straßburg keine Mehrheit. Dafür stimmten 48 Europarats-Parlamentarier, dagegen 70. Zwölf enthielten sich. Über das Dokument wird damit am Mittwoch debattiert.
Die Europarats-Staaten werden in dem Berichtsentwurf der österreichischen Sozialdemokratin Gisela Wurm aufgerufen, alle Hindernisse abzubauen, die rechtlich oder in der Praxis den Zugang zu risikofreien Schwangerschaftsabbrüchen erschweren. Ausdrücklich heißt es aber auch, dass Abtreibung kein Mittel der Familienplanung sein dürfe. Es müssten so viele Schwangerschaftsabbrüche vermieden werden wie möglich. Der vom Gleichstellungsausschuss der Parlamentarischen Versammlung gebilligte Bericht stieß auf Widerspruch vor allem Polens und Maltas.