Buch "Bettelorden in Mitteleuropa" in Wien präsentiert
"Vielfalt ist Motto des Bandes", erklärt Herausgeber Ralph Andraschek-Holzer das Ergebnis des neuen Tagungsbandes "Bettelorden in Mitteleuropa", der kürzlich im Wiener Franziskanerkloster präsentiert wurde. Die Bettelorden hätten sich auch früher nicht nur auf das Predigen in den Straßen konzentriert. Vielmehr sollte auch wieder in das Blickfeld gerückt werden, dass diese Orden auch Krankenpflege, Gefangenenseelsorge oder das Auslösen von Gefangenen betrieben hätten, so Andraschek-Holzer. Dabei seien neue Quellen wieder ins Bewusstsein gerückt worden, erzählt der Historiker der Niederösterreichischen Landesbibliothek.
Der Band zeige die volle Breite des mitteleuropäischen Bettelordenlebens, sagte Edeltraud Klueting, Münsteraner Geschichtshistorikerin, bei ihrem Gastvortrag. Das Werk schlage einen umfangreichen Bogen vom Mittelalter in die Neuzeit.
Der Tagungsband ist das Ergebnis einer internationalen Tagung, die im März 2007 in St. Pölten stattfand. 40 Wissenschaftler aus acht Staaten trugen dabei ihre neuesten Forschungskenntnisse über die Mendikanten (Bettelorden) vor. Der Band thematisiert die seit dem frühen 13. Jahrhundert bis heute in zahlreichen Ländern und in Gestalt verschiedenster Gemeinschaften existierenden Bettelorden. Konkrete Schwerpunkte sind Architektur-Geschichte, die Karmeliten-Forschung und die Verbindung der Bettelorden zum katholischen Ost- und Mitteleuropa. Verleger ist das Diözesanarchiv St. Pölten.
Der Tagungsband „Bettelorden in Mitteleuropa" ist um € 39,90 im Diözesanarchiv St. Pölten erhältlich:
Domplatz 1, 3100 St. Pölten
Tel.: 02742 / 324 326
E-Mail: archiv.bibliothek@kirche.at
Herausgeber: Ralph Andraschek-Holzer und Heidemarie Specht
800 Seiten