Lambach: Neuer Abt wird in sein Amt eingeführt
Linz, 6.6.08 (KAP) Der neue Abt des oberösterreichischen Benediktinerstifts Lambach, P. Maximilian Neulinger, wird am Sonntag, 8. Juni, um 15 Uhr in der Lambacher Stiftskirche in sein Amt eingeführt. Die "Abtweihe" - es handelt sich dabei nicht um eine Weihe im sakramentalen Sinn, sondern um eine Segnung durch den Ortsbischof und die Übergabe der Amtszeichen Stab, Mitra und Ring - nimmt der Linzer Diözesanbischof Ludwig Schwarz vor.
Abt Neulinger war Anfang Mai zum Nachfolger von Abt Gotthard Schafelner gewählt worden, der sein Amt mit Vollendung des 70. Lebensjahres am 2. Juni niedergelegt hatte. Schafelner war seit 1986 Abt von Stift Lambach gewesen.
Der schon bisher als Prior in Lambach wirkende P. Maximilian Neulinger wurde 1967 in Wels geboren, legte 1991 seine Profess ab und wurde 1996 zum Priester geweiht. Er war als Religionslehrer und zuletzt auch als Kaplan in der Stiftspfarre Lambach tätig.
Neulinger ist der 59. Abt des Stiftes Lambach, das um 1046 als Säkularkanonikerstift durch Graf Arnold II. von Wels-Lambach gegründet wurde. Sein Sohn, Bischof Adalbero, wandelte es 1056 in ein Benediktinerkloster um. Den Klosteraufhebungen von 1784 durch Kaiser Joseph II. entging das Stift. Einer der bedeutendsten Äbte in der Geschichte des Stiftes Lambach war Maximilian Pagl (Abt von 1705-1725), auf den viele bauliche Erweiterungen zurückgehen. 1941 wurde das Kloster durch die Nationalsozialisten aufgelöst und darin eine "Napola" ("Nationalpolitische Erziehungsanstalt") untergebracht. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte der vertriebene Konvent in das Stift Lambach zurück. Derzeit zählt der Konvent 15 Mitglieder.