
Wien: Salvatorianer-"Pflegehospiz" wird weitergeführt
Wien, 24.6.08 (KAP) Die Gemeinschaft der Salvatorianer hat angesichts der öffentlichen Auseinandersetzungen um den Gründer und Leiter des "Pflegehospizes" in Wien-Kaisermühlen, P. Elmar Kahofer, die Gründe dargelegt, die zur Versetzung des Ordensmannes geführt haben. P. Kahofer, seit 20 Jahren Pfarrer in Kaisermühlen, hat öffentlich gegen seine Versetzung Protest eingelegt; u.a. übernachtete er mehrfach als "Zeichen des Widerstands" in einem Zelt vor dem Pflegehospiz. Die Salvatorianer machen zugleich deutlich, dass sie das "Pflegehospiz" genannte Haus weiterführen wollen. Die Bewohner des Hauses, die Angehörigen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Pfarre, der neue Pfarrer und auch P. Kahofer dürfen sich "auf einen neuen Anfang freuen", heißt es wörtlich in der Presseerklärung der Salvatorianer.
Der Orden hält fest, dass im Zug einer Neuorientierung der Gemeinschaft in Österreich einige Mitbrüder mit neuen Aufgaben betraut worden seien. Auch P. Kahofer sei davon betroffen. Er wurde nach Mistelbach versetzt, wo ihm ein Tätigkeitsbereich in der Altenseelsorge angeboten wurde, damit er weiterhin sein besonderes Talent für den Umgang mit alten Menschen einsetzen kann. Leider habe P. Kahofer das abgelehnt und bestehe auf einem Bleiben in Kaisermühlen ("einen alten Baum kann man nicht versetzen"). P. Kahofer habe in den letzten Wochen massiv gegen die Führung des "Pflegehospizes" und gegen die Ordensleitung in der Öffentlichkeit agiert, und so den Bestand dieser Einrichtung gefährdet. Damit sei eine schwierige Situation für den neuen Pfarrer von Kaisermühlen, für die Pfarre, aber auch für P. Kahofer und das von ihm gegründete "Pflegehospiz" entstanden.
Die Salvatorianer betonen, dass sie das Haus nach den gesetzlichen Bestimmungen und behördlichen Auflagen weiterführen werden. Auch die Situation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde berücksichtigt; die Bewohner könnten sich weiterhin wohlfühlen und sich auf "eine sichere Zukunft des Hauses verlassen". P. Kahofer, "dessen Gründungsidee nie in Frage gestellt wurde", könne sein Werk gut übergeben: "Seine Idee lebt bei den Salvatorianern weiter".