Ö: 17 Olympia-Athleten kommen aus christl. Sportunion
Wien, 22.7.08 (KAP) Optimistisch hat sich die "Sportunion" über die Chancen der bei den Olympischen Spielen in Peking startenden österreichischen Sportlerinnen und Sportler geäußert. 17 der 72 von ÖOC-Präsident Leo Wallner am Montag bekannt gegebenen Wettkämpfer stammen aus Vereinen des christlichen der drei großen österreichischen Sportdachverbände. Einige von ihnen gehören zum Kreis der Favoriten, teilte der Präsident der "Sportunion Österreich", Peter Haubner, in einer Aussendung am Dienstag mit: Die beiden Judokas Ludwig Paischer und Claudia Heill könnten ganz vorne dabei sein, aber auch die Beachvolleyballer Clemens Doppler und Peter Gartmayer seien medaillenverdächtig. Gleich fünf Segler aus den Reihen der "Sportunion" werden in China an den Start gehen, allen voran Andreas Geritzer, der bereits in Athen 2004 eine Silbermedaille holte. Aus den zahlenmäßig starken Schwimmerteam seien Sebastian Stoss und Birgit Koschischek Mitglieder von "Sportunion"-Vereinen. Die "Sportunion" wünsche allen 72 Athleten viel Erfolg bei den Olympischen Spielen, so Haubner.
Paischer, Stoss und Koschischek hätten auf die Jugend große Vorbildwirkung; sie unterstützen heuer maßgeblich das Volksschulprojekt "Ugotchi", indem sie in Fernsehspots Kinder zu mehr Bewegung und gesunder Ernährung animierten.
Die "Sportunion" ist die zahlenmäßig stärkste Mitgliedsorganisation der "Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände" (AKV) und setzt eher auf Breiten- als auf Spitzensport. Rund eine Million Sportlerinnen und Sportler gehören den etwa 4.000 Vereinen an. Die Palette reicht dabei von verschiedenen Ballsportarten bis hin zu Kegeln. Insgesamt würden sich drei Millionen Österreicher vereinssportlich engagieren, informierte "Sportunion"-Mitarbeiter Gernot Uhlir: "Die Österreicher sind sportlicher als man glaubt".
Die "Sportunion" wurde im Jahr 1945 gegründet. Sie habe sich zu einem großen und professionell geführten Sportverband entwickelt, der laut Statut auf der "Grundlage der ethischen und geistigen Werte des Christentums im Bekenntnis zur friedlichen Völkerverbindung durch Sport" agiere, teilt "Olympia-Kaplan" P. Bernhard Maier auf der Website der "Sportunion" mit. P. Maier ist heuer zum 14. Mal als Seelsorger bei den Olympischen Spielen dabei. (Informationen: www.sportunion.at).
