"Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind an Hunger"
Wien, 7.8.08 (KAP) Der Wiener Caritasdirektor Msgr. Michael Landau hat am Donnerstag an die Österreicher appelliert, an der Not der Menschen weltweit nicht vorbei zu sehen. Allein in Äthiopien seien aktuell 4,6 Millionen Menschen von Hunger bedroht, sagte Landau. "Alle fünf Sekunden stirbt ein Kind an Hunger, doch schon mit einem Euro kann man einem Kind einen Tag lang das Überleben sichern", so der Caritasdirektor bei einem Besuch in der Bäckerei "Felber" in Wien. Das Unternehmen unterstützt die diesjährige Augustsammlung der Caritas: Bis 31. August gehen pro verkauftem Frühstück in den Filialen 20 Cent an die Caritas.
Die Caritas hilft mit den Spenden der Augustsammlung in den ärmsten Regionen der Welt. Etwa mit Nothilfe und langfristigen Landwirtschaftsprogrammen in Äthiopien, mit Ernährungszentren für Babys im Sudan, mit Wasserprojekten in Burkina Faso und Kenia oder Kinderpatenschaftsprogrammen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Insgesamt werden mit den Spenden aus der Augustsammlung rund 320 Hilfsprojekte unterstützt. Das Motto der Augustsammlung lautet "Leben retten - nur ein Euro pro Tag!"
An die politisch Verantwortlichen richtete Landau einmal mehr die Forderung, endlich konkrete Schritte zu setzten, damit Österreich 0,7 Prozent des Bruttonationalprodukts für Entwicklungszusammenarbeit aufwendet. Das müsse schon im nächsten Budget deutlich werden, so Landau in Richtung der nächsten Regierung.
Kärnten: Hilfe für Kenia und Zambia
Der Kärntner Caritas-Direktor Viktor Omelko berichtet bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt, dass die globale Lebensmittelkrise vor allem diejenigen besonders hart treffe, die ohnehin nicht genug zum Leben hätten.
Gemeinsam mit dem Auslandsreferenten der Kärntner Caritas, Peter Quendler, stellte Omelko einige Hilfsprojekte vor, die durch die Augustsammlung finanziert werden. In der kenianischen Hauptstadt Nairobi werden etwa zwei Schulen und ein Jugendzentrum für Straßenkinder finanziert und in Mutare in Zimbabwe sind ein Kindergarten und ein Ausbildungszentrum für benachteiligte Frauen und Mädchen in Betrieb.
O-Töne von Caritas-Direktor Michael Landau und Felber-Geschäftsführerin Doris Felber sind über die Website "www.katholisch.at/o-toene" abrufbar.