Erfolgreicher Start für "Weinviertler Glaubensweg"
Wien, 17.8.08 (KAP) Mit einer großen Pilgerschar feierte der Bischofsvikar des Viertels Unter dem Manhartsberg, Prälat Matthias Roch, am Hochfest Mariä Himmelfahrt in Langenzersdorf den Abschluss der ersten Etappe des "Weinviertler Glaubenswegs". Insgesamt 2.000 Gläubige hatten am ersten Teilstück der Fußwallfahrt teilgenommen, die in den kommenden vier Jahren quer durch das ganze Vikariat Unter dem Manhartsberg der Erzdiözese Wien führen wird. Jeweils im August wird dabei eine einwöchige Teilstrecke zurückgelegt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Etappe stand der Dreifaltigkeits-Wallfahrtsort Karnabrunn - und damit auch das Zentralgeheimnis des christlichen Glaubens, die Dreifaltigkeit Gottes.
Prälat Roch ermutigte die Gläubigen beim Festgottesdienst in Langenzersdorf, im Alltag ein Zeugnis des Glaubens abzulegen. Die Tage des Pilgerweges seien für alle ein ermutigendes Gemeinschaftserlebnis gewesen, so Roch rückblickend auf die sechs Tagesetappen durch die Dekanate Ernstbrunn, Korneuburg und Stockerau. "Zum Glauben braucht man Freude", betonte der Bischofsvikar.
Die Tagesetappen bestanden jeweils aus Vorträgen im Bildungshaus Großrußbach und Gottesdiensten und Gebetsimpulsen in den einzelnen Dekanaten. Am 14. August führte der Bibelexperte Anton Kalkbrenner 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "Glaubenswegs" in Großrußbach zu den jüdischen Wurzeln des Christentums. Dabei demonstrierte er gleichzeitig die Nähe von Judentum, Christentum und Islam an Hand der "fünf Säulen des Islam" - Glaubensbekenntnis, Beten, Fasten, Almosengeben, Wallfahren. Am Nachmittag begannen rund 140 Pilgerinnen und Pilger ihre Wallfahrt beim jüdischen Friedhof in Stockerau. Dort wurde auch der jüdischen Menschen gedacht, die vor 70 Jahren aus ihrer Heimat vertrieben oder in Konzentrationslager verschleppt wurden.
Der "Weinviertler Glaubensweg" entstand aus dem Erfolg des vorangegangenen "Weinviertler Pilgerwegs". Dieser Zyklus von einwöchigen Fußwallfahrten, bei dem insgesamt 180 Weinviertler Pfarren besucht wurden, startete 2003 und endete 2007 mit einer Pilgerfahrt zum spanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela.
Hauptorganisator des "Weinviertler Glaubenswegs" war Franz Knittelfelder vom Bildungshaus Großrußbach.Der Zulauf an den einzelnen Tagen sei unterschiedlich gewesen, berichtete Knittelfelder. Aber täglich waren zwischen 100 und 300 Menschen dabei, auch bei den Abendgottesdiensten. Darin spiegle sich das Interesse am Thema. Mit dem "Glaubensweg" sei es gelungen, "in die Tiefe" zu gehen.