Altkanzler Fred Sinowatz beigesetzt
Am Donnerstagnachmittag wurde der verstorbene Altbundeskanzler Fred Sinowatz in seiner Heimatgemeinde Neufeld an der Leitha beigesetzt. Kardinal Schönborn drückte in einer Botschaft seine Dankbarkeit "für alles Gute, das der Altbundeskanzler bewirkt hat" aus.
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Altbundeskanzler Fred Sinowatz |
Generalvikar Kohl überbrachte bei der Begräbnisfeier eine persönliche Botschaft von Kardinal Christoph Schönborn, der im Namen der Österreichischen Bischofskonferenz seine Anteilnahme am Tod von Fred Sinowatz ausdrückte. "Im Gebet bin ich mit der trauernden Familie und Gemeinde verbunden. Wir danken Gott für alles Gute, das der Altbundeskanzler gewirkt hat. Wir bitten Gott, dass er ein barmherziger Richter sei und um eine gute Heimkehr in die Ewigkeit", so Kardinal Schönborn.
Der burgenländische Bischof Iby bat in einem bei der Feier verlesenen Brief um Verständnis dafür, dass er nicht am Begräbnis von Sinowatz teilnehmen könne, da er derzeit die Eisenstädter Diözesanwallfahrt nach Lourdes und Montserrat anführe.
Iby würdigte den verstorbenen Altbundeskanzler als "großen Sohn seiner Heimat" und betonte dessen großes Lebenswerk für das Land Burgenland und die Republik Österreich. "Wir danken dem Verstorbenen auch für seine gute Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche und ihren Repräsentanten. Unser Gebet begleitet seinen Heimgang und den Schmerz der um ihn trauernden Menschen", so Bischof Iby.
Sorge um die Würde des Menschen
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Trauersitzung im Burgenländischen Landtag |
Sinowatz sei "ein Neufelder aus Leidenschaft" gewesen, so Ringhofer in seiner Predigt: "Egal wie hoch seine Position in Österreich war, er ist immer wieder nach Neufeld zurückgekommen. Er hat hier gelebt, hat seinem Freundeskreis die Treue gehalten und immer einen direkten Kontakt zu den Menschen gehabt."
Der Neufelder Stadtpfarrer würdigte auch das große Interesse des verstorbenen Altbundeskanzlers an den Religionen. In der großen Bibliothek von Fred Sinowatz gäbe es auch einen beachtlicher Teil an Büchern über Jesus. "Unsere letzten Gespräche waren über das 'Jesus'-Buch des Heidelberger Neutestamentlers Klaus Berger", erzählte Pfarrer Ringhofer und erinnerte daran, dass Sinowatz als katholischer Christ auch eine enge Beziehung zur evangelischen Kirche und zur jüdischen Gemeinde gehabt habe.
Fred Sinowatz hat 1953 zum Thema "Protestantismus und katholische Gegenreformation in der Grafschaft Forchtenstein und Herrschaft Eisenstadt" promoviert. Als Präsident des Jüdischen Museums in Eisenstadt bemühte sich Sinowatz unter anderem um die Erinnerung and das Schicksal der in der NS-Zeit untergegangenen jüdischen Gemeinden im Burgenland.
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