"Radio Maria" feiert 10-jähriges Bestehen
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| Programmdirektor Andreas Schätzle |
Programmdirektor Andreas Schätzle zieht im Interview mit "Kathpress" zufrieden Bilanz über das erste Jahrzehnt des Privatsenders. "Radio Maria" wolle das "reiche kirchliche Spektrum" im Radio hörbar machen, sagt Schätzle. Die Verkündigung des Evangeliums stehe an erster Stelle, man wolle sowohl Glaubenden "Nahrung und Stütze" geben als auch "Suchende neu für das Evangelium ansprechen". Täglich überträgt der Sender einen katholischen Gottesdienst aus einer jeweils anderen österreichischen Pfarre oder Gemeinschaft. Diese Messübertragungen sind das "Herz des Radioprogramms", betont Schätzle. Das Programm umfasst aber auch viel Musik, Lebenshilfe, Vorträge und Jugendsendungen. Auch bei vielen kirchlichen Ereignissen in ganz Österreich ist "Radio Maria" anwesend und überträgt direkt.
"Volksmissionarischer Zugang"
"Die Glaubenstradition und Lebenskultur wach halten und lebendig gestalten", sei ein wichtiges Anliegen von "Radio Maria", erklärt Schätzle. "Auch einfache Gebete des Volkes" sollten nicht in Vergessenheit geraten und finden Eingang in das Programm. Lokalbezogene Sendungen stellten einen "wichtigen Beitrag zur Erhaltung bäuerlicher Lebenskultur und regionaler Musik und Kunst" dar. Aus der großen Bedeutung, die der Sender den Höreranrufen gebe, resultiere "ein volksmissionarischer Zugang, der auch auf die Lebenswelt der Menschen und die Alltagstauglichkeit der christlichen Botschaft" abziele.
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Sender lebt vom Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiter |
Finanziert wird "Radio Maria" durch die Spenden seiner Hörerinnen und Hörer. Wurde der Sendebetrieb in den ersten sieben Jahren nach der Gründung noch von der "Weltfamilie von Radio Maria" unterstützt (deren Zentrale sich im lombardischen Varese befindet), so läuft die Arbeit seit 2005 kostendeckend. Ein Teil der Spendeneingänge wird für die Gründung neuer "Radio Maria"-Sender in aller Welt verwendet, zusätzlich unterstützt der Sender ein Partnerradio in Uganda beim Ausbau von Sendeanlagen. Pfarrer Schätzle betont, dass keinerlei Verbindung zum polnischen "Radio Maryja" besteht, das in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen in den Medien gesorgt hatte; der polnische Sender ist trotz Namensgleichheit nicht Mitglied der "Weltfamilie von Radio Maria". Der Gründer der "Weltfamilie von Radio Maria", Emmanuele Ferrario, hatte von Anfang an klargemacht, dass es bei "Radio Maria" keine politischen Ambitionen und schon gar keine ausländerfeindlichen oder antisemitischen Untertöne geben könne.
Initiator ist Kardinal Schönborn
Initiator und Unterstützer des Senders ist Kardinal Christoph Schönborn, der "Radio Maria" in Italien kennengelernt hatte und vom Konzept Ferrarios beeindruckt war, berichtet Schätzle. Der Benediktinerpater Clemens Reischl begann 1998 als erster Programmdirektor des Senders mit Studios in Wien, Amstetten und Innsbruck, 2005 übernahm Andreas Schätzle die Leitung. Er ist Priester der Erzdiözese Wien.
Schätzle freut sich über ein "derzeit starkes Wachstum" bei den Hörerzahlen und beziffert die täglichen Hörer mit 60.000. Im Dezember 2005 wurde das neue Zentralstudio in Wien eröffnet, dessen Räumlichkeiten mehr Platz zu organisatorischer Entfaltung boten und ein erweitertes Programmangebot ermöglichten. "Radio Maria" sendet heute rund um die Uhr, bis zu 18 Stunden davon in Direktübertragung. Die Feuerprobe bestand der Sender beim Papstbesuch 2007, als sieben mobile Teams mit 50 großteils ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 32 Stunden live von allen Ereignissen übertrugen. Terrestrisch sendet "Radio Maria"-Österreich in den Bereichen Amstetten, Baden und Unteres Inntal, wo der Sender über Frequenzen verfügt. Von Anfang an hatte "Radio Maria"-Österreich von italienischem Territorium aus - Tarvisio und Brenner - nach Kärnten bzw. Tirol ausgestrahlt. Darüber hinaus ist "Radio Maria"-Österreich in verschiedenen Kabelnetzen, über Satellit und Internet zu hören.
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Wallfahrt auf den Sonntagberg |