Neutestamentler Waldstein bei Weltbischofssynode
Die Weltbischofssynode beschäftigt sich im Herbst mit der Heiligen Schrift. Prof. Michael Waldstein wurde als Experte eingeladen. Die Bischofskonferenz entsendet Weihbischof Anton Leichtfried
| Image (img2) invalid or missing |
| Prof. Michael Waldstein |
Die für 5. bis 26. Oktober anberaumte 12. Ordentliche Versammlung der Weltbischofssynode steht unter dem Motto: "Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche". Die Bischofskonferenzen in aller Welt haben aus ihrer Mitte ordentliche Mitglieder für die Synode ernannt; die Österreichische Bischofskonferenz entsendet den St. Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried, der in Österreich für die Bibelpastoral zuständig ist. Unter den 32 jetzt vom Papst ernannten Mitgliedern der Synode sind u.a. Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone, der Präsident der "Caritas Internationalis", Kardinal Oscar Andres Rodriguez Maradiaga (Tegucigalpa), der Präsident des "Rates der Europäischen Bischofskonferenzen" (CCEE), Kardinal Peter Erdö (Budapest), der römische Kardinal-Vikar Agostino Vallini, der Pariser Erzbischof, Kardinal Andre Vingt-Trois, der Präsident des lateinamerikanischen Bischofsrates CELAM, Erzbischof Raymundo Damasceno Assis, der Generalobere der Jesuiten, P. Adolfo Nicolas SJ, der Prälat desOpus Dei, Bischof Javier Echevarria Rodriguez, und der Vorsitzende der Gemeinschaft "Comunione e Liberazione" (CL), der Priester Julian Carron.
| Image (img3) invalid or missing |
| Weihbischof Anton Leichtfried |
Unter den vom Generalsekretär der Bischofssynde mit Genehmigung des Papstes berufenen "Experten" sind - außer Prof. Waldstein - u.a. der Prior der Gemeinschaft von Bose in Piemont, Fr. Enzo Bianchi, die Alttestamentlerin an der römischen Gregoriana-Universität, Sr. Nuria Calduch Benages, der Dominikaner P. Luc Devillers OP von der "Ecole biblique" in Jerusalem, der Rektor des Päpstlichen Bibelinstituts, P. StephenF. Pisano SJ, der Wuppertaler Ordinarius für Biblische Theologie, Prof. Thomas Söding, der Generalsekretär der Katholischen Bibelföderation, Alexander Schweitzer, der Rektor des Päpstlichen "Istituto Orientale", P. Cyril Vasil SJ, und der Ordinarius für kirchliche Kunst an der Theologischen Fakultät in Florenz, Msgr. Timothy Verdon.
Unter den 37 "Auditoren" sind mehr als die Hälfte Frauen. Zu ihnen zählen u.a. die Moskauer Professorin Natalja Borowskaja, die Dresdner Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, die Vorsitzende der Weltkonferenz der Säkularinstitute, Ewa Kusz, die Vorsitzende der Katholischen Bibel-Vereinigung von Hongkong, Prof. Agnes Shun-Ling Lam, und die neue Präsidentin der Fokolar-Bewegung, Maria Voce. Unter den "Auditoren" ist auch der Gründer der Gemeinschaft Sant'Egidio, Prof. Andrea Riccardi.
| Image (img4) invalid or missing |
Die Heilige Schrift in hebräischer Sprache |
Die in der Regel alle drei Jahre tagende Bischofssynode hat beratenden Charakter, aber keine Beschlusskompetenz wie ein Konzil. Der Papst nimmt zumeist selbst an den Sitzungen teil. Die Beratungsergebnisse werden dem Papst vorgelegt, der sie überarbeitet und dann in Form eines "Apostolischen Schreibens" veröffentlicht. Anders als zum Konzil, in dem der gesamte Weltepiskopat versammelt ist, kommen zu den Versammlungen der Bischofssynode nur jene Bischöfe, die von den Bischofskonferenzen als Delegierte gewählt oder vom Papst ernannt werden.
Linktipp:
< "Internationales Theologisches Institut für Studien über Ehe und Familie" (ITI)