Kirche brachte 2007 84 Millionen für Entwicklungshilfe auf
Das besagt der Jahresbericht 2007 der "Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission" (KOO). Vorsitzender Bischof Ludwig Schwarz betonte, dass sich die Kirche mit der weltweiten Armut niemals abfinden dürfe
| Image (img2) invalid or missing |
| Bischof Ludwig Schwarz |
Die Tatsache, dass die Kluft zwischen arm und reich jährlich immer tiefer wird, sei schlichtweg ein Skandal, dem man nicht tatenlos gegenüber stehen könne, so der Bischof. Unzählige Menschen würden jeden Tag an den Folgen von Hunger und Unterernährung sterben, erinnerte Bischof Schwarz.
Mit insgesamt 84 Millionen Euro haben die in der KOO zusammengefassten kirchlichen Organisationen 3.603 Projekte in 111 Ländern unterstützt. Die heimischen Organisationen und Orden können bei ihrer Arbeit auf die lokalen kirchlichen Strukturen zurückgreifen und so Hilfe leisten, die direkt bei den Menschen ankommt. Dabei geht es vor allem um die Beseitigung konkreter Not, den Einsatz für soziale Gerechtigkeit und um die Verkündigung des Evangeliums.
| Image (img3) invalid or missing |
| Heinz Hödl |
Das Gesamtvolumen von 84 Millionen Euro ist etwas geringer als 2006 (88 Millionen). Der Rückgang sei vor allem auf die Verringerung der Katastrophenhilfe zurückzuführen, heißt es dazu von Seiten der KOO. Die Mittel der Orden sind 2007 aber um 190.000 Euro auf 7,4 Millionen Euro gestiegen.
Zentrales Anliegen der KOO war und ist die Erhöhung der staatlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens, wie dies im Jahr 2005 im Rahmen der EU neuerlich zugesagt wurde. "Das hat die Regierung versprochen und ist damit nicht nur den österreichischen Wählern im Wort, sondern auch den Armen in anderen Teilen der Welt verpflichtet", hieß es dazu wörtlich in einer Presseaussendung der KOO am Dienstag.
Linktipp: