Krakau erwartet Benedikt XVI.
Krakau, 10.5.06 (KAP) Mehr als eine Million Menschen werden am 28. Mai zur Messfeier mit Papst Benedikt XVI. auf den Krakauer "Blonie"-Wiesen erwartet. Konzelebranten des Papstes sind 18 Kardinäle - unter ihnen der Vorsitzende der Italienischen Bischofskonferenz, Camillo Ruini, und der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Walter Kasper - sowie 150 Bischöfe und 1.500 Priester. Rund 15.ooo ausländische Pilger werden bei der Messfeier erwartet, vor allem aus den östlichen Nachbarländern Polens.
Am 27. Mai ist ein großes Treffen des Papstes mit Jugendlichen vorgesehen. Schon drei Stunden nach der Wahl Benedikts XVI. hatte die Krakauer Jugend den neuen Papst in die südpolnische Metropole eingeladen, erinnerte Studentenseelsorger Piotr Iwanek, der für das Treffen mit der Jugend verantwortlich ist.
Hauptsymbole des Jugendtreffens mit Benedikt XVI. werden Feuer und Fels sein. Jeder Teilnehmer des Treffens soll eine Kerze mitbringen und einen Stein, auf dem sein Name und der Name seines Heimatorts steht. Die Symbolik des Felsens verweist auf den Nachfolger des Petrus, ist aber auch ein Hinweis, dass die Jugend ihr Leben auf festem Fundament bauen möchte. Die von den Jugendlichen mitgebrachten Steine werden in das neue "Johannes Paul II.-Zentrum" in Lagiewniki eingebaut. Das Feuer steht für das "Feuer der Barmherzigkeit". Damit wird an das Wort der Heiligen Faustyna Kowalska - der Seherin von Lagiewniki - in ihrem "Tagebuch" angeknüpft, dass aus Polen ein "Feuer der Liebe" für die ganze Welt kommen wird.
Zum Jugendtreffen gibt es auch die Aktion "Ich bin drogenfrei": Junge Polen erklären im Rahmen dieser Aktion ihre volle Abstinenz von allen Drogen. Aus den Verpflichtungserklärungen der Jugendlichen wird ein Buch entstehen, das dem Papst übergeben wird.
Das Treffen mit Benedikt XVI. wird von viel Musik geprägt sein; es werden aber auch Filme über Heilige aus Krakau gezeigt, so Jan Pospieszalski, der Moderator des Jugendtreffens mit dem Papst.
Obwohl es nicht offiziell vorgesehen ist, hoffen viele Jugendliche, den Papst schon vor dem Fest auf den "Blonie"-Wiesen begrüßen zu können. "Wir werden uns sicher schon am Freitag vor dem 'päpstlichen' Fenster des Erzbischöflichen Palais aufstellen, um Benedikt XVI. zu begrüßen, so wie es früher auch immer bei den Besuchen Johannes Pauls II. geschehen ist", versprechen jugendliche Krakauer.