Franziskaner laden zu Österreichs größter religiöser Feier
Die Maria-Namen-Feier in der Wiener Stadthalle am 14. September wird von Kardinal Christoph Schönborn geleitet. Das Glaubenszeugnis legt der verurteilte und bekehrte Mörder Torsten Hartung ab. Tausende Gläubige zu Jubiläumsfeier erwartet
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Die Maria-Namen-Feier wird von den Franziskanern organisiert |
Die Festpredigt hält heuer der Heiligenkreuzer Zisterzienserpater Karl Wallner. Er beschäftigt sich mit der Frage, wie tief Sühne, Stellvertretung in der Bibel verwurzelt ist. Torsten Hartung, der wegen Mordes 20 Jahre im Gefängnis saß, gibt ein Glaubenszeugnis ab. Einer der Ehrengäste ist der neu ernannte Bischof von Fatima, Antonio Augusto dos Santos Marto. Bei der Feier wird auch der ersten Marienerscheinung in Lourdes vor 150 Jahren gedacht. Bei der Glaubenskundgebung soll "die kommende Nationalratswahl der Schutzfrau Maria empfohlen" werden. Für die musikalische Umrahmung sorgen ARS MUSICA, das Franziskusensemble und Friedrich Lessky.
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| Österreichs größte religiöse Feier |
Gedenktag am 12. September
Das Fest Mariä Namen wird als katholischer Gedenktag am 12. September gefeiert. 1683 führte es Papst Innozenz XI. zum Dank für den Sieg über die Türken vor Wien allgemeinverbindlich ein. Vorher feierte man den Namenstag der Gottesmutter am 8. September: Mariä Geburt. Dieses Fest blickt auf eine sehr lange Tradition mit vielen volkstümlichen Elementen zurück. Auch im kirchlichen Osten war es von Bedeutung.
Nachdem das Fest im Allgemeinen Römischen Kalender gestrichen worden war, weil es als Doppelung zum Fest Mariä Geburt angesehen wurde, wurde es im Jahr 2002 wieder für die ganze Kirche eingeführt. Im Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet blieb das Fest wegen des historischen Bezuges und der Verwurzelung im Volk immer erhalten.
RSK und Pater Petrus
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| P. Petrus Pavlicek |
Darüber hinaus bietet die Gebetsgemeinschaft auch Exerzitien und Einkehrtage an, bei denen auch Fragen suchender und der Kirche fern stehender Menschen berücksichtigt werden. Darüber hinaus gibt der "Rosenkranz-Sühnekreuzzug" eine eigene Zeitschrift mit dem Titel "Betendes Gottesvolk" mit einer Auflage von 400.000 heraus.
Verbundenheit mit Fatima
Vom Beginn an war die Gebetsgemeinschaft in besonderer Weise mit dem portugiesischen Marienort Fatima verbunden. Denn P. Petrus - 1902 in Innsbruck als Otto Pavlicek geboren - war in amerikanischer Kriegsgefangenschaft 1944 in Cherbourg erstmals auf Informationen über die Marienerscheinungen von Fatima gestoßen. Er hatte von einem Mitgefangenen eine Schweizer Kleinschrift über die Erscheinungen erhalten, die sich 1917 in der Cova da Iria zugetragen hatten. Das Gelesene berührte in zutiefst.
Ein Jahr nach Kriegsende konnte Pavlicek in Mariazell für die glückliche Heimkehr aus der Gefangenschaft danken. Dort vernahm er eine innere Stimme, die ihn aufrief, etwas für die Freiheit des vierfach besetzten Österreich und für den Frieden in der damals vom beginnenden Kalten Krieg gekennzeichneten Welt zu tun.
Im Laufe eines halben Jahres reifte in Pavlicek der Plan, eine Gebetsgemeinschaft zu gründen. Als er etwa 500 Mitglieder gesammelt hatte, suchte er die kirchliche Zustimmung. Kardinal Theodor Innitzer, damals Wiener Erzbischof, gab sie im November 1947 bereitwillig.
Die Zahl der Mitglieder stieg bis Ende 1950 auf 200.000, zwei Jahre später waren es 340.000 und im Mai 1955 überstieg sie eine halbe Million. Unter den Mitgliedern waren große Namen der Politik der Nachkriegszeit: Leopold Figl, Julius Raab. Jährlich wurden zu "Maria Namen" - um den 12. September - Sühneprozessionen veranstaltet. 1953 kamen 50.000 Menschen, 1954 schon 80.000.
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Kardinal Franz König zählte zu den Freunden des RSK |
700.000 Mitglieder
Nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages im Jahr 1955 weitete sich die Gebetsgemeinschaft auf das Ausland aus. Zu den großen Freunden der Gebetsgemeinschaft zählte Kardinal Franz König. Heute gehören ihr weltweit rund 700.000 Menschen an. Täglich beten sie den Rosenkranz für den Frieden in der Welt, in den Familien und unter den Menschen. Seit dem Tod von P. Petrus Pavlicek leitet P. Benno Mikocki die Gebetsbewegung.
Im Jahr 2003 wurden die Statuten des RSK erneuert und von Kardinal Christoph Schönborn bestätigt. Im Rahmen dieser Erneuerung wurde auch der Name der Gebetsgemeinschaft ergänzt. Er lautet nun "Rosenkranz-Sühnekreuzzug um den Frieden der Welt/RSK-Gebetsgemeinschaft für Kirche und Welt".
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Kardinal Schönborn leitet auch heuer die Maria-Namen-Feier |
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