10 Jahre Radio Maria: Festgottesdienst in Sonntagberg
Sender beging 10-Jahres-Jubiläum mit Festakt in Stift Heiligenkreuz und Jubiläumswallfahrt zum Sonntagberg - Seitenstettener Abt Heigl weihte renoviertes Studio von "Radio Maria" in Amstetten
St. Pölten, 15.9.08 (Katholisch.at) Mit einem Festakt im Zisterzienserstift Heiligenkreuz und einer Jubiläumswallfahrt unter der Leitung des St. Pöltener Diözesanbischof Klaus Küng zur Basilika auf den Sonntagberg wurde am Wochenende das 10-Jahr-Jubiläum des Senders "Radio Maria" begangen. Am Festakt in Stift Heiligenkreuz nahm der eigens angereiste Präsident der Weltfamilie von "Radio Maria", Emanuele Ferrario, teil.
Wie Bischof Küng in seiner Predigt in der Basilika am Sonntagberg betonte, stelle der Sender "eine der wichtigsten Kanzeln der Kirche in unserem Land" dar. "Radio Maria" spiele eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung und sei mittlerweile für viele Menschen zu einem "Leuchtturm in einer von Oberflächlichkeit und Konsumdenken bestimmten Gesellschaft" geworden.
Wie der Benediktinerpater und erste Programmdirektor von "Radio Maria", P. Clemens Reischl, in seiner kurzen Ansprache betonte, sei "Radio Maria" zu einer Zeit gegründet worden, in der die österreichische Kirche "von Zerrissenheit und Verwundungen gezeichnet" gewesen sei. In dieser "schwierigen Zeit" sei "Radio Maria" für viele Christen zu einem "Symbol der Hoffnung auf einen Neuanfang" geworden.
"Bekehrung erfolgt ofmals bei Autofahrten"
Bereits am Freitag, 12. September, hatte der Präsident der Weltfamilie von "Radio Maria", Emanuele Ferrario, bei einem Festakt im Zisterzienserstift Heiligenkreuz betont, dass es weiterhin das Ziel sein müsse, "Radio Maria" in Österreich flächendeckend zu empfangen. "Wo immer ein Mensch ist, da sollte auch 'Radio Maria' präsent sein", so Ferrario.
Zugleich wies Ferrario auf die ungewöhnlichen Evangelisierungsmethode von "Radio Maria" hin: so werde der Sender insbesondere bei Autofahrten unterwegs gehört. Das Bemühen um möglichst starke Frequenzen rühre nicht zuletzt daher, dass man auf diese Weise für die mobile Gesellschaft stets empfangbar bleibe.
Auch Ferrario betonte, dass "Radio Maria" sich als "Teil des großen Werkes der Neuevangelisierung" verstehe. Wie der christliche Glaube überall der gleiche sei, so habe auch "Radio Maria" überall auf der Welt "den gleichen Geschmack".
Einen besonderen Dank richtete Ferrario an Kardinal Christoph Schönborn, dessen persönlicher Einsatz vor zehn Jahren letztlich den Weg zur Gründung von "Radio Maria" geebnet habe.
Zur Familie von "Radio Maria" gehören derzeit 52 Sender, neun weitere befinden sich in Planung oder bereits im konkreten Aufbau.
Schätzle: Liturgie, Katechese und Bildung als zentrale Aufgaben
Programmdirektor Andreas Schätzle hatte in seinen einleitenden Worten auf die Struktur von "Radio Maria" hingewiesen. Der Sender ruhe letztlich auf den drei Säulen der Liturgie, der Katechese und dem Bereich der Bildung. Die Liturgie stelle in Form von Gottesdienstübertragungen, Rosenkränzen und Stundengebeten letztlich "das Herz des Senders" dar, so Schätzle. Die zweite wichtige Säule bilde die Katechese, die sich bei "Radio Maria" laut Schätzle "streng am Katechismus und am kirchlichen Lehramt orientiert". Die dritte Säule bilde der Bereich der Bildung. Hier sei der Sender etwa in Form von Lebenshilfe-Sendungen oder Kultursendungen über Musik, Kunst und Literatur präsent.
Wie Schätzle abschließend betonte, verstehe sich "Radio Maria" als "Sender der Verkündigung, nicht als Unterhaltungssender" und richte sich an all jene Menschen, "die bereits im Glauben stehen oder dorthin als Suchende unterwegs sind".
Abt Heigl weihte renoviertes Studio in Amstetten
Bereits am 6. September hatte der Abt von Stift Seitenstetten, Berthold Heigl, das renovierte Studio von "Radio Maria" in Amstetten eingeweiht. Gemeinsam mit Programmdirektor Andreas Schätzle hatte Abt Heigl in der Klosterkirche des Stiftes hierzu einen Festgottesdienst gefeiert. In seiner Predigt betonte der Abt, dass "Radio Maria" nicht nur eine der wichtigsten Kanzeln sondern darüber hinaus auch ein "Lehrstuhl des katholischen Glaubens" für die Kirche in Österreich darstelle. Den Abschluss des Gottesdienstes bildete eine Prozession in die neue Studiokapelle. Rund 300 Interessierte nutzten dabei die Gelegenheit, das renovierte Studio zu besichtigen und sich selbst aktiv an Live-Sendungen zu beteiligen. Das Amstettener Studio stellt die Keimzelle von "Radio Maria" in Österreich dar. Hier nahm der Sender 1998 seinen Betrieb auf.
Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten ist weiterhin für den 11. Oktober ein "Fest der Begegnung" im Innsbrucker Studio von "Radio Maria" geplant. Kardinal Christoph Schönborn rundet schließlich mit einem Besuch im Wiener Zentralstudio im Dezember die Jubiläumsfeiern ab. (Informationen: Internet: www.radiomaria.at)