Küberl: Versagen des Staates bei Existenzsicherung
Die Caritas könne Überbrückungshilfe in akuten Notsituationen leisten, sie sei jedoch "nicht dafür da, den Staat zu ersetzen", sagte der Caritas-Präsident
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Caritas-Präsident Franz Küberl |
Allein im Vorjahr habe die Caritas rund 40.000 Menschen in Notsituationen unterstützt und dabei rund 2,5 Millionen Euro Soforthilfe ausbezahlt. Heuer seien die normalerweise in der Vorweihnachtszeit auftretenden gehäuften Unterstützungsansuchen an die Caritas bereits im September aufgetreten, sodaß einige Sozialberatungsstellen bereits mit Engpässen bei den Mitteln zur finanziellen Soforthilfe zu kämpfen haben.
Verschärfend komme hinzu, dass die Caritas mit einem Spendenrückgang von rund 10 Prozent im laufenden Jahr zu kämpfen habe. Die Anfragen nach Soforthilfe seien heuer jedoch bereits so stark gestiegen, dass eine Steigerung der finanziellen Mittel zur Hilfeleistung um bis zu 30 Prozent
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Teuerungswelle trifft die ohnehin Bedürftigen |
Mindestsicherung: Bundesländer am Ball
"Im höchsten Maße ärgerlich" sei darüber hinaus das Versagen der letzten Regierung im Blick auf eine österreichweit einheitliche Regelung zur Mindestsicherung. Das Scheitern der Mindestsicherung auf Bundesebene dürfe jedoch nicht zur Resignation führen, so Küberl. Vielmehr seien nun die Bundesländer aufgerufen, "einzeln voranzuschreiten und das Konzept der Mindestsicherung auf ihrer Ebene umzusetzen". Dies wäre ein deutliches Signal der Solidarität mit den Bedürftigen, trage dazu bei, den Sozialstaat "ein wenig armutsfester zu machen" und übe darüber hinaus Druck auf die kommende Regierung aus, "endlich die versprochene Mindestsicherung österreichweit durchzusetzen", so Küberl.
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