Linzer Altbischof Aichern regt Diakonat für Frauen an
Linz, 15.5.06 (KAP) Für die Zulassung von Frauen zur Diakonatsweihe hat sich der Linzer Altbischof Maximilian Aichern ausgesprochen. Der frühere Frauen-Referent der Bischofskonferenz begründete vor der Vollversammlung der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfboe) diese Ansicht damit, "dass Frauen die Inhalte der diakonalen Arbeit sehr auf ihre Fahnen geschrieben haben und diese auch tun". Außerdem trat er für die Schaffung von kirchlichen Frauenkommissionen in allen Diözesen ein.
Der Linzer Altbischof hob den "unersetzlichen Einsatz" der haupt- sowie besonders der ehrenamtlich in der katholischen Kirche tätigen Frauen hervor. Der Bischof ermutigte die Frauen, sich gegenseitig zu bestärken. "Mutig und zuversichtlich" sollten die Mitglieder der kfb ihre Arbeit fortsetzen und die gesamte Kirche für die Sorgen und Anliegen der Frau sensibilisieren.
Aichern dankte der Katholischen Frauenbewegung für deren "wirklich großartige Aufbauarbeit in der Kirche und Gesellschaft in Österreich". Die Bildungsarbeit der kfbö sei "gewaltig". Insbesondere die Bewusstseinsbildung für weltweite Zusammenarbeit und Solidarität, wie sie über die "Aktion Familienfasttag" der kfb praktiziert werde, spreche auch jene an, die keinen persönlichen Bezug zur katholischen Kirche haben. "Sie sind ein Motor der kirchlichen Erneuerung", betonte Aichern im Hinblick auf die kirchlichen Aufgaben der Katholischen Frauenbewegung. Er hoffe auf "ein gutes Miteinander" von Frauen und Männern in der Kirche, so Aichern.
Die Vorsitzende der kfbö, Margit Hauft, dankte Bischof Aichern für dessen großes Engagement und Verständnis für die Anliegen der Frauen. Er sei nicht nur oft schützend vor den Frauen, sondern auch immer zu ihnen gestanden. Denn er konnte sich immer sicher sein, dass die kfbö Ja zur Kirche sagt, freilich oft nicht ohne "aber", weil auf den speziellen weiblichen Aspekt hingewiesen werden müsse.